finanzierung.

bestandteil meines mietvertrages ist der abschluss einer haftpflichtversicherung für den fall eines wasserschadens. diese versicherung habe ich bei der berliner feuersozietät abgeschlossen, weil die praktischer weise auch von der sparkasse vertieben wird, wollten die natürlich auch gleich noch den mächtig beworbenen “finanzcheck” andrehen. und irgend wie entfleuchte mir der satz “wenn ich mir etwas großes kaufen will, dann finanziere ich mir das selbst”. die fragende beraterin hat das schwer irritiert. wenn sie von finanzierung spricht, meine sie immer das aufnehmen eines kredites.

ein “schönes” beispiel für das resultat kontinuierlicher sprachverwirrung. ist denn finanzierung nicht das aufbringen von geldmitteln um eine anschaffung zu bezahlen? selbst im sprachgebrauch der verhältnismäßig wenig beeinflussenden spasskassenmitarbeiter gibt es scheinbar nur noch eine möglichkeit etwas zu kaufen dessen preis über das hinausgeht was in einem monat unter dem strich übrig bleibt: geld leihen.
erstaunlich wie die blutsauger unsere wahrnehmung verbiegen. kaufen kann man nur noch auf pump.

ist das jetzt wirklich das konzept, das sich durchsetzt weil es besser ist?
oder haben die parasiten gerade nur einen entwicklungsvorsprung?
und wenn zweiterem zuzustimmen ist … was passiert mit einem ökosystem, das sich seiner parasiten nicht aus eigener kraft entledigen kann?
okay. doofe rethorische frage.

die, motherfucker die! DIE! DIE! DIE!
*hust*

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