seltsames interesse.

die diskussion um datenschutz im studiVZ verfolge ich nebenbei ein wenig. die kritik an personalisierter werbung und clickstreamanalyse kann ich zwar nachvollziehen, finde sie aber nicht so schlimm.
es liegt schließlich in der hand des nutzers welche daten er verfügbar macht. immerhin weiß man vom verkauf seiner seele und kann sein verhalten entsprechend anpassen.

im zuge des ausverkaufs von studiVZ und dem damit einhergehenden verlust des nutzervertrauens sind verschiedenartige veränderungen im nutzerverhalten zu beobachten. viele profilbildchen zeigen inzwischen etwas anderes als das counterfeit des jeweiligen nutzers. auch das eingeben von verkürzten oder phantasienamen häuft sich. nicht wenige haben ihre profile einfach gelöscht. (mehr dazu bei der blogbar)

nun, es entwickelt sich ein bewusstsein für den wert der daten die man dort eingibt und erzeugt. mich verleitet das vor allem dazu die agb und datenschutzerklärungen zumindest zu lesen. besonders der wortlaut der kritisierten neuerungen interessiert mich. die in voraussicht angeprangerten folgen sind hinreichend bekannt. was (mir) fehlt ist ein verständnis für die verklausulierung in den regelwerken.

hier ein beispiel der lokalisten.de :

Ich willige ein,
a. dass Lokalisten meine personenbezogenen Daten erhebt und für die Begründung, Durchführung und Abwicklung meines Nutzungsverhältnisses mit Lokalisten verarbeitet und nutzt. Personenbezogene Daten sind Bestandsdaten, wie beispielsweise Name und Adresse sowie Nutzungsdaten wie beispielsweise Nutzername, Kennwort und IP-Adresse.
…

soweit ich das beurteilen kann ist dies ein durchaus üblicher text. was mir daran extrem aufstößt ist, daß man sich die nutzung meines passwortes auch herausnimmt.
kommt nur mir das bedenklich vor?