ich habe gerade ein paar alte kassenbons aus meinem portmonnaie aussortiert.
der ECbeleg für die unverspeisten chips meiner einweihungsparty. sechsunddreißig euro.
die quittung für meine neue hose. fünfundneunzig euro.
ich wundere mich – hatte die hose nicht glatt hundert euro gekostet? – und schaue nochmal hin. da stehen wirklich fünfundneunzig euro. auch auf dem abbuchungsbeleg. ungläubig schaue ich nochmal auf die handgeschriebene quittung. da steht “1 hose 99,95 95,-“.
verrückt. öfter schon habe ich gedacht, daß mein präferriertes modegeschäft doch recht teuer ist. das erfragen von rabatten habe ich zwar in betracht gezogen, aber später wieder verworfen weil ich doch sehr zufrieden mit dem service bin und feilschen allgemein für unhöflich empfinde. wenn ich dort also kaufe, zahle ich immer brav ohne über preise zu reden.
nun stelle ich also gerade fest, daß ich dort mehr als ein kunde bin, an dessen krangeweite man sich erinnert.
das freut mich. auch wenn der rabatt so unaufdringlich gewährt wurde, daß ich ihn fast nicht mitbekommen hätte.
aber so ist es mir allemal lieber.
geld hat man oder nicht. man muss sein leben danach einrichten. aber in meinen augen gehört es sich weder mangel zu beklagen noch den überfluss zur schau zu stellen. man spricht einfach nicht darüber.
schön, daß auch andere diese einstellung teilen.