competence.

wie ich ja schonmal geschrieben habe, hat das BlueScreen probleme mit der stadt saalfeld. man will uns als spielhalle einstufen, weil wir neben internetdienstleistungen auch internet- und lanspiele anbieten.

in der zeit in der ich das bloggen aufgrund meiner ausgeprägten world-of-warcraft-sucht weitestgehend eingestellt hatte, gab es noch einige kontrollen und besprechungen. nach der veröffentlichung des letzten “berliner urteils” schien die situation zu eskalieren. aber nur um kurz darauf halbwegs vernünftige bahnen einzuschlagen.
der kompromiss, der sich abzeichnete, war: die überzahl der bereitgestellten rechner hat keine spiele auf den festplatten installiert. in unserem fall sollte das heißen, daß sieben von zwölf rechnern keine spiele auf der platte haben. des weiteren war eine benutzerordnung zu erstellen, die dem jugendamt vorzulegen sei – was da drin stehen sollte blieb erstmal ungeklärt. außerdem wurde eine frist zur umsetzung gestellt.

angesichts des umstandes, daß wir uns schon gedanken darum gemacht hatten, benutzerrechte einzuschränken, war es ein leichtes die spiele für den normalen nutzer auszublenden. es macht keinen sinn die spiele wirklich von den platten zu löschen, weil es viel zu häufig vorkommt, daß jemand der internet-only nutzen will, an einem game-fähigen rechner sitzt. außerdem ist es in zeiten von gigabit-netzwerken wirklich nicht mehr notwendig alle daten auf einer festplatte zu haben. netzlaufwerke reichen da völlig.

lange rede, kurzer unsinn: heute waren die “sachverständigen” des gewerbeamtes da und wollten sich davon überzeugen, daß auf den sieben rechnern wirklich keine spiele drauf sind.
erste frage die ihre kompetenz suggerieren sollte: “kann ich mal in die registry gucken?” leise feixte ich in mich hinein. “na klar. da muß ich sie aber als admin einloggen. die normalen user können das nicht.
zweite frage: “sind die rechner über einen server miteinander verbunden?” “öh. nein, der internetzugang wird über einen router geregelt.” “aha. gut.
naja, nach fünf minuten ziellosen geklickers sind sie dann befriedigt wieder abgezogen.
die spiele auf den sekundären und tertiären partitionen haben sie nicht mal ansatzweise erahnt. obwohl die partitionen mit TweakUI ausgeblendet waren, war der zugriff durchaus möglich.

mir fehlen echt die worte um die situation geordnet und verständlich zu beschreiben. man möge mir das verzeihen.
auf der einen seite diese unerträgliche phrasendrescherei und wichtigtuerei und auf der anderen seite die gnadenlos lächerliche inkompetenz.
es macht mich maßos wütend, daß so dumme leute so viel macht haben können.
aber es stimmt mich auch grenzenlos fröhlich, daß sie sich so leicht um den finger wickeln lassen können.

ach, ich denke erstmal nicht weiter drüber nach. heute war ein erfolgreicher tag.

[current music: Helge – We are the firefuckers]