wahrnehmungskette

der überakzentuiert sprechende s-bahnfahrer: “königswusterhausen einsteigen. bitte.”
die beiden gelangweilt drein schauenden männer ohne eigenschaften.
die ältere frau die grübelnd und gedankenverloren mit zeige- und mittelfinger ein hitlerbärtchen symbolisiert.
das paärchen, das sich gegenseitig mit naschzeug füttert und über den zweifelhaften nährwert theoretisiert.
der mittvierziger, der sich demonstrativ der aufgedonnerten und sichtlich genervten blondine gegenüber setzt.
mein buch “herrschaft durch sprache”, welches ich im affekt gekauft habe nachdem mich ein pressesprecher rethorisch zusammengefaltet hat.
wahrscheinlich spielt irgendwo irgendjemand die filmmusik von amélie.

freitag abend, wenn ich von der arbeit komme habe ich gelegentlich so einen gewissen drive. quasi das gegenteil von “der montag braucht immer echt lange zum buffern.

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