fahrgastdaten

ich fahre gelegentlich mit der bahn. deren service mit den online tickets ist praktisch. aber was mir gerade beim buchen erst auf gefallen ist, ist die tragweite des kleinen zusatzes:

Hinweis: Das Online-Ticket ist nicht übertragbar und darf nur von Hans Wurst (ggf. mit Mitfahrern) genutzt werden!

identifizieren muss ich mich mit meinem ausweis oder einer karte die ich nur mit meinem ausweis bekomme.
gleichzeitig werden die schalterverkäufe so weit wie möglich zurückgefahren, weil sie einfach zu viel kosten.

ähnlich wie beim fliegen werden also unsere fahrgastdaten auch im fernverkehr schon massenhaft und systematisch gespeichert. noch gibt es einen opt-out den man “nur” mit zusätzlichem aufwand am ticketschalter bezahlt. in den usa gibt es hingegen schon konkrete pläne die flughafengrapscher auch an die bahnhöfe zu stellen.

… und das entwickelt sich jetzt, ja?


dass die angemeldeten telefone aller mobilfunkzellen auch namentlich hinterlegt sind und systematisch ausgewertet werden, habe ich hier aus dramaturgischen gründen nicht weiter betont. vorratsdatenspeicherung – oder jetzt mit neuem etikett: mindestspeicherdauer – ist dabei das grundsätzliche problem. wobei den öffentlichen fernverkehr zu überwachen dann der erste schritt zur einschränkung der bewegungsfreiheit oder zur abschwächung der unschuldsvermutung ist.

CategoriesUncategorized