so richtig weltweit politisch aufgefallen sind die neuen web20 applikationen erstmals in form von facebook in ägypten. man hat es gefeiert und doch war in den gesichtern der herrschenden politiker angst zu sehen. das sind genauso stuktur- und konzept-denker wie die hacker und erkennen durchaus das potential spontaner massenhafter konsentueller zusammenkunft. nur stehen politiker halt eben auf der “falschen” seite der macht – nämlich auf der seite ihrer machterhaltung. und so kommt es sicher auch, dass die großen seiten wie twitter und facebook am ehesten ziel von begehrlichkeiten werden, denen sie am anfang nicht ausgesetzt waren. mit begehrlichkeiten sind in diesem fall einflussnahme und kontrolle gemeint.
wir reden hier nicht mehr von links gegen rechts. die debatte verschiebt sich in richtung der wahl der werkzeuge.
wollen wir effektive, schnelle, leistungsfähige, skalierbare, erprobte werkzeuge in clustern der konzerne? oder ist es wichtiger, dass man uns das werkzeug nicht einfach wegnehmen kann, weil wir wissen wie es gebaut wird?
die zwei-klassen-gesellschaft bleibt. zwar nutzen jetzt alle irgendwie das internet, aber die einfachen unterprivilegierten sind immernoch nicht freier, weil sie für die nutzung auf propietäre fremde hilfsmittel angewiesen sind, die auf einfachem weg “von oben” gelenkt werden können.
negativbeispiele wären hier zum beispiel netzsperren in einzelnen ländern und zu bestimmten themen. abschalten der server der piratenpartei wegen eines pads. herausgabe privater (twitter-)nachrichten an behörden. selektives abschalten/ausblenden von suchergebnissen.
positivbeispiele sind hier sicherlich wikileaks und das torrentnetzwerk mit trackerunabhängem dht.
augen offen halten! kenne dein werkzeug!