movies.

neulich war im hof – hinten raus aus dem bluescreen – eine plastiktüte mit der der wind gespielt hat. ja, so eine plastiktüte wie bei american beauty.
sie war nicht übermäßig schön. oder zumindest hat sie dieses gefühl der allgegenwärtigen schönheit bei mir nicht wirklich ausgelöst.

ich denke trotzdem noch oft über diese plastiktüte nach.
nein, immernochnicht weil sie so hübsch war.
eher wegen der umsände warum sie mir so bemerkenswert erschien.

die assoziation zu filmen geht bei mir sehr schnell.
oftmals hängt sie mit personen zusammen, mit denen ich mich identifizieren kann. deren motive, handlungen, macken und gefühle ich nachvollziehen kann.

bin ich auf der suche nach freunden?
jemandem von dem andere sagen können “you deserve each other!”?
cathrin sagte man sieht einsamen menschen ihre einsamkeit an.
ganz von der hand zu weisen ist das nicht.

tecnobabbel.

manchmal könnt ich ihn echt knutschen den setz. vor allem wenn er angetrunken ist.

setz: an ul3 ist das beios resetted.
ege: was issn das beios?
setz: das ist das wo du die megahertz und so einstellst.

der setz. mein großer kuschelbär. ich hab ihn echt noch nie grummelig, grantig oder grob erlebt.

alcohol.

die letzten tage habe ich das gefühl, daß christian etwas viel trinkt.
einfach aus gewohnheit mal nen kümmi mehr getrunken.
warum schreibe ich das? nun es macht mir angst.

ich trinke nach wie vor gar keinen alkohol, deshalb ist mir dieses rauschmittel auch nach wie vor ziemlich suspekt. schon nach dem konsum kleinster mengen halte ich menschen für nicht mehr vollständig zurechnugnsfähig oder zumindest herr ihrer selbst.
etwas ausklinken ist ja mal okay, ich kiffe ja auch hin und wieder. aber alkohol hingegen, wird in den meisten fällen mit beängstigender regelmäßigkeit konsumiert.
auf arbeit habe ich dauerhaft ein weites spektrum von konsumformen und -verhaltensweisen vor augen, und kann somit auch sicher sagen, wann sich die gewohnheiten ändern.
die meisten jungen leute die aus der schulzeit in das arbeitsleben wechseln, beginnen in größeren mengen bier zu trinken. je mehr streß um so mehr alkohol.

christian steht nun schon länger im “arbeitsleben”. ich kenne ihn nur als biertrinker. so weit ist das erstmal nicht weiter schlimm, aber die letzten wochen hat sich sein konsum – zusammen mit persönlichen problemen, die ich jetzt nicht weiter erörtern will – gesteigert.
es zeichnet sich eine tendenz ab.
noch ist es nur eine tendenz. ich befürchte, daß ich irgendwann mal etwas ähnliches wie Ed Krane schreibe: franky war am ende. ich vermute, er fing an zu trinken. wie dem auch sei, er kam nicht mehr zur arbeit. also mußte ich den laden am laufen halten.

was soll ich nun tun?
ich bin etwas ratlos, denn er hält meine bedenken und warnungen für übetrieben.

ich bin etwas unschlüssig, ob ich diesen artikel publizieren sollte. schließlich handelt es sich hierbei nicht mehr um mich selbst. außerdem wird die betreffende person etwas diskreditiert. aber es geht hier nicht darum, jemanden anzuprangern, sondern meine generellen bedenken bezüglich der alkohosucht zu verdeutlichen. ich bitte dies in erinnerung zu halten.

topfless.

es fühlt sich seltsam an. so ohne topf.
ich hatte mich richtig an ihn gewöhnt. heute früh als ich aufwachte, wollte ich zuallererst den topf anwerfen. nach eMails, dem esel und sonstigem quatsch im netz gucken. so wie ich das bis jetzt fast jeden morgen tat. stattdessen lag da nur ein buch. das hatte ich mir gestern abend da hingelegt, wo normalerweise der topf steht.

das buch hat etwas geholfen den schmerz zu lindern.
ich habe auch auf anhieb über 250 seiten gelesen.

regelmäßig griff versuchte ich in richtung topf zu greifen. vergebens. er stand auf dem schreibtisch. kaputt.
auch auf arbeit fehlte er mir. itchy hat mir die digicam – mit vollem speicher – zurückgebracht.
wohin mit den bildern? auf den topf. ach nee. shit.

er fehlt mir.

itch will mal seinen versicherungsfritzen fragen, ob das über seine versicherung abgefangen werden kann. wenn das klappt, wäre damit zumindest die finanzielle seite halbwegs abgefangen.
klar, ich hab immer recht viel geld über, aber 500 euronen sind dann doch ‘ne ganze menge. abgesehen davon, daß es den kaufpreis übersteigen würde.
selbst tragen will ich das nicht. andererseits sehe ich auch niemanden in der moralischen pflicht mir dabei aus der patsche zu helfen.

nur für den kick für den augenblick?
warum nur?
:cry:

Ouch.

subversa.

auf dem weg zum weihnachtsessen am zweiten weihnachtsfeiertag gab es irgendwie stress mit meinem paps.
immer wenn er merkt, daß ich erst so spät von der arbeit komme und mich dann völlig übermüdet aus dem bett quäle um familienfeiern beizuwohnen, ist er der meinung, daß ich diese arbeit nicht ewig machen kann.
klar, ich werde nicht bis ich fünfunddreißig bin den kindern ihre computerspiele einstellen und trojaner entfernen, aber vorerst bin ich hier glücklich.

er nimmt solche begebenheiten immer als – in seinen augen passenden – aufhänger mir alternative geschäftsideen und existenzgründungsideen zu unterbreiten.
heute war es der root-server. man könnte ja einen rootserver anmieten, und die dadurch gewonnene rechenkapazität gewinnbringend weiter vermieten. zum beispiel als spieleserver.
an sich ist diese idee sicherlich nicht dumm. aber in diesem moment war mir das einfach zu viel. zumal mein paps mit seinen gut fünfzig jahren nicht mehr so wirklich plan von eSport und gameservern hat. ich habe ihn ziemlich rüde in die schranken verwiesen und ihn mit absicht vor den kopf gestoßen, damit er mich endlich in ruhe lassen möge. gleichzeitig habe ich recherchen begonnen, die umsetzbarkeit seines vorschlages zu prüfen. er meint es ja dennoch gut.

aber das war am abend als der schwelbrand unserer gereizten stimmung endlich entflammt wurde.
in der zwischenzeit habe ich mich an der weihnachtstafel kreativ mit meinem essen beschäftigt um meinem frust mit subversiven aktivitäten etwas luft zu schaffen.
die Bauern lächelten sehr finster.

man könnte mich auch als Ursula-Poppenricht (siehe ŽŽder tiefere Sinn des LabenzŽŽ) bezeichnen.