flyer.

so, das BlueScreen hat einen neuen flyer.
etwas heller, sachlicher und informativer. aber immernoch so unprofessionell wie eh und je. mit dem “design by christian” werden wir es nicht schaffen, die nötige “magie” in den laden zu bekommen, um wirklich seriöse kundschaft auf anhieb zu überzeugen. aber ich bin nur angestellter, und das ist auch gut so. ich möchte bitte den job mit dem geringst möglichen maß an verantwortung.

zielgruppe ist nicht mehr die zockergemeinde, sondern erwachsene “internetkundschaft”.
die vorderseite macht auf das BlueScreen aufmerksam:

BlueScreen Flyer.

die rückseite auf den PC-laden vom sven:

... der etwas andere Computerladen.

wobei vorder- und rückseite natürlich relativ ist.

ich mag die idee mit dem “don’t Panic”. auch wenn sie unabhängig vom anhalter entstanden ist. christian hatte, bevor ich ihn darauf angesprochen habe, noch nicht mal was vom film geschweigedenn dem buch gehört.

security.

heute hatte ich einen sehr seltsamen laptop auf arbeit.
eine außendienstmitarbeiterin von loreal mußte geschäftsdaten ins internet übertragen.
schon der laptop sah lustig aus. sehr flach, mit eingelassenem display. ohne tastatur (die war seperat, per infrarot angeschlossen).
das gerät war funktional wie ein zeichenblock. das hauptsächliche eingabegeträt ist das in das display integrierte touchpad, welches mit einem stift bedient wurde. wie ein großer palm oder ein scribbleboard, aber mit einem echten windows darunter.

naja, da die gute frau weit weg von zu hause war, wollte sie unseren internetzugang nutzen. in ermangelung einer exportfunktion der daten, schloß ich ihren laptop direkt an unser netzwerk an. DHCP war seltsamerweise dekativiert. ohne weitere rückfrage wollten wir auch nicht einfach die einstellungen vornehmen, da es ein firmenrechner war und besondere bedingungen und einschränkungen galten.
der anruf beim support brachte nur verwirrung. man ging keineswegs darauf ein, ob man über ein netzwerk zum internet verbinden dürfe. man versuchte statt dessen die einrichtung einer verbindung über bluetooth und ein handy zu erklären. erfolglos.
etwas frustriert ließ ich mich dazu durchschlagen, einen weg zur telefondose zu bahnen. relativ schnell war über das interne modem eine internetverbindung hergestellt. und da kam eine technik zum vorschein, dir mir bis dahin neu war. eine art dongle. aber über infrarot.

der dongle sah aus wie eine kleine fernbedienung. man tippte einen code ein, der per infrarot an den laptop gesendet wurde, um den endgültigen datentransfer zur firma zu authorisieren.
etwas übertrieben finde ich.
aber wer’s braucht.
schöne neue welt.

Continue reading “security.”

homogen. almost.

ja, die tätigkeiten im bluescreen werden konkreter.
wir sind von einer hilflosen plangungsphase zu einer handelnden phase übergegangen. überlegungen von was-wäre-wenn führen zu nichts. wir sind bis jetzt nur passiv in erscheinung getreten. wir waren diejenigen an die forderungen gestellt wurden. wir waren diejenigen, die rumgeschubst wurden.
das muss sich ändern. und der erste schritt dazu ist heute getan worden.
zwar ging diesem ersten schritt auch eine planung voraus, aber etwas planung ist immer notwendig. fast so wie eine absichtserklärung auch schon eine planung ist.
aber gerade bei rechnern, wo doch inzwischen recht viel magisches dabei ist, ist planen gar nicht einfach. wir haben versucht ein generisches grundgerüst, welches auf jedem rechner ohne weiteres zu installieren ist, zu erstellen und als basis für weitere konfigurationen zu verwenden.
das ist leichter gesagt als getan. das erstellen ist einfach. aber bei der inststallation gab es massive probleme. hauptsächlich, weil wir feststellen mussten, daß der neueste grafiktreiber zwar der schnellste ist, aber mit älteren spielen nicht mehr funktioniert. auch der eine oder andere sicherheitsmechanismus hat für probleme gesorgt. letztendlich haben wir nur drei rechner geschafft.
was haben wir eigentlich geschafft? was war unser ziel? naja, anhand der kritik die uns entgegengebracht wurde, haben wir jugendschutzrichtlinien umgesetzt. wirklich klare kriterien haben wir zwar nicht – die verweigert man uns unverständlicherweise – aber wir taten unser bestes.
wir taten zumindest etwas sinnvolleres, als in pessimistischen zukunftsvisionen zu schwelgen.

und außerdem handeln WIR auch wieder. christian und ich haben den schwelenden stress der vergangenen tage beigelegt, und still beschlossen uns wieder zu vertragen. wir ziehen wieder an einem strang. gemeinsam. und in eine richtung.

stress.

diese woche hatte ich mehrere ernste diskussionen mit christian.
ich habe das gefühl, daß uns der stress mit dem gewerbeamt beide nervös werden lässt. wir gehen schon aufeinander los.

nicht gut.
wir brauchen jetzt konstruktive ideen – schuldzuweisungen helfen jetzt nicht.

kaboom.

heute ist der knoten geplatzt.
das gewerbeamt war im bluescreen.
drei leute, die sich von den zuständen bei uns informieren wollen. ist das bluescreen eine spielhalle? sind wir ein internetcafé? halten wir den jugendschutz ein?

nach der saalfelder behördlichkeit ist nur die zweite frage mit nein zu beantworten.
in deren augen sind wir nämlich eine illegale spielhalle.

wenn diese einschätzung amtlich verbrieft wird, werde ich arbeitslos. denn ein geschäft unter den auflagen einer spielhalle zu betreiben beinhaltet einschränkungen, die das BlueScreen nicht mehr rentabel arbeiten lassen würden.

was dagegen zu tun wäre ist weitestgehend unklar.
im moment liegt unsere größte hoffnung darin, bei den stadtvätern vorzusprechen und eine sonderregelung zu erbitten.
denn die funktion die das bluescreen in saalfeld hat ist einzigartig und notwendig.
nicht nur aus dem touristischen standpunkt heraus (wir sind übrigens die einzigen, die auch englisch sprechen können). nein, wir sind auch das einzige internetcafé was jugendliche betreten dürfen, um zum beispiel internetrecherchen für die schule durchzuführen. auch unser service defekte hard- und software zu analysieren ist einzigartig.

wenn diese argumentation nicht funktioniert, bleibt uns nicht mehr viel. denn ansonsten haben wir höchstens noch die option einen eSport-verein zu gründen.
aber ob das klappt steht weithin in den sternen und ist mit erheblichem aufwand verbunden.

scheiße.
ich bin deprimiert.