Dinge die man in der Kantine einer Müllverbrennungsanlage möglicherweise nicht essen möchte: Pizza nach Art des Hauses. :clown:
Fitting
Witchcraft
ich habe mal wieder was gezaubert.
einfach nach gefühl zu den vier sachen die gerade das haltbarkeitsdatum überschritten hatten und weg mussten noch eine weitere zutat genommen und noch eine weitere gekauft … und es kam etwas überraschend leckeres raus.
okay, das stand zur disposition:
- ein glas crunchy ernussbutter
- ein glas bambussprossen
- eine flasche scharfe würzsauce
- ein becher schlagsahne
dazu habe ich noch vier spitze rote paprika gekauft und
eine dose ananasstückchen aus dem schrank genommen.
ich dachte mir, erdnussbutter ist irgendwie asiatisch. asiatisch mit ananas hat immer gut funktioniert. ich habe also die flüssigkeit der ananasstückchen in ein separates glas abgegossen und in die pfanne geworfen. gewürzt habe ich das mit einem guten teelöffel salz einem schuss öl und einem großen esslöffel honig. das ganze auf mittelhoher hitze knusprig braun anbraten. gelegentlich wenden.
währenddessen habe ich die Paprika in grobe würfel geschnitten und sobald die komplett fertig waren einfach mit in die pfanne geworfen. auch die bambussprossen abgetropft und in die pfanne.
weil ich eigentlich reis dazu machen wollte, habe ich das ganze bei unveränderter hitze brutzeln lassen und habe im wohnzimmer kurz gesucht ob das eine oder zwei tassen wasser auf eine tasse reis war. ich habs nicht gefunden und bin nach etwa fünf minuten zurück in die küche.
jetzt habe ich das halbe glas erdnussbutter in die pfanne gegeben und weil ich etwas unschlüssig war wie die sich in dem groben gemüse verteilen würde, habe ich schnell noch die sahne dazu gegeben. beim verteilen ha das geholfen aber es hat noch nicht gereicht. also habe ich noch den ananassaft dazugeschüttet. schade eigentlich den nasche ich ganz gerne nebenbei.
jetzt habe ich die hitze etwas runter gedreht und habe es sanft etwa zehn minuten köcheln lassen. so richtig gekocht hat es aber nicht. denn so richtig viel flüssigkeit war nicht dran. also zumindest nicht genug, als dass das gemüse darin geschwommen wäre.
dabei ist etwas seltsames passiert, denn das ganze hat eine etwas pastöse konsistenz angenommen. es sah fast aus wie geschmolzener käse nur ohne fäden zu ziehen. schwer zu sagen ob der karamelisierte zucker mit den erdnüssen reagiert hat oder was es war.
ich habe die herdplatte abgeschaltet und mit der restwärme noch ein paar minuten weitergekocht, während ich fasziniert von der konsistenz in der zunehmend fest werdenden masse herumgestochert habe.
zum schluss war es so dickflüssig, dass ich mich gegen den reis entschieden habe und es in ein kleines fladenbrot gerollt habe.
zweifelsohne ein sehr sehr fettiges gericht aber ungemein lecker. und außer dem salz ganz zu anfang habe ich keine weiteren gewürze verwendet.
die scharfe würzsauce habe ich einfach weggeworfen. die hat eh nicht geschmeckt.
kochenende
mein kochversuch vom wochenende: guacamole. die erkenntnis: guacamole steht und fällt mit der richtigen weichheit der avocado. pürierte harte avocado später zu braten macht sie zwar weicher, aber nicht wirlich leckerer der gar guacamolig. dass als würze salz, pfeffer, knoblauch, korianderblätter und ein paar sehr klein geschnittene tomaten und zwiebeln reichen leuchtet ein. den zitronensaft nicht vergessen. der verhindert die oxidation der streichfähigen masse. am besten in umgekehrter reihenfolge der jeweiligen nennung zusammen mengen.
meine neue knoblauchpresse von rösele ist unfassbar geil. weil die konstruktion sehr toll durchdacht ist und deshalb auch die reinigung leicht von der hand geht. außerdem ist sie sehr präzise und robust gearbeitet. knoblauch kommt da nur aus den dafür vorgesehenen öffnungen – nicht irgendwo aus der seite.
ich muss aber künftig die knoblauchmenge im gericht vor dem pressen festgelegen. nicht, dass aus lauter spaß am knoblauchknietschen plötzlich die doppelte menge drin ist.
frühstückstyxidee
das “rezept” habe ich bei v for vendetta zum ersten mal gesehen. gestern habe ich es aus spontaner eingabe mal selbst gemacht.
bekannt ist es als ei im schlafrock oder ei im morgenmantel.
im grunde ist es ganz einfach:
eine kräftige scheibe brot gerade abschneiden und die mitte rauspuhlen, sodass nur ein 2-3 cm breiter rand stehen bleibt. währenddessen ein klein bisschen butter in der pfanne zerlassen. dann das brot kurz bei hoher hitze anbraten damit es etwas braun wird.
dann nimmt man ein möglichst kleines ei und füllt es langsam in das brotloch. die kunst dabei besteht darin, zuerst den boden des brotloches mit eiweiß zu füllen damit es sich mit den rändern des brotes verbindet. das geht ganz gut, wenn man einfach die eine hälfte des aufgeschlagenen eies ausschüttet und die hälfte mit dem eigelb zurück hält.
sinn des ganzen ist, dass später das schwere dotter nicht die brotscheibe anhebt und sich das flüssige eiweiß wie bei einem schnöden spiegelei in der ganzen pfanne verteilt wird.
wenn man den boden des brotes gegossen hat, kann der rest des eies mit dem dotter eingefüllt werden. spätestens jetzt sollte man die hitze runterdrehen und auf niedriger stufe und geschlossenem pfannendeckel das ei ein paar minuten durcherhitzen.
ich habe das gesamte konstrukt später noch einmal gewendet, aber das hat die tolle optik etwas ruiniert. man sollte das wahrscheinlich auch nur tun, wenn das eigelb nicht über die dicke der brotscheibe hinausragt. wenn man das brot auf beiden seiten gebraten haben möchte, sollte man es wohl vor dem einfüllen nochmal wenden.
ich habe mich beim ersten mal etwas mit dem volumen des brotloches verschätzt und hatte noch etwas eiweiß übrig. aber das gefühl bekommt man glaube ich ganz fix.
“eine hausfrau …” und so.
