burning books.

ist das löschen von wikipedia artikeln tatsächlich mit dem verbrennen von büchern gleichzusetzen?
einerseits ja. platz ist schließlich genug da. und platz wäre die einzige ressource die man auf den ersten blick als knapp identifizieren könnte. die verneinung der wichtigkeit von ein paar kilobytes in serverlandschaften deren kapazitäten heutzutage in terabytes gemessen werden ist in der tat nicht von der hand zu weisen.
was hingegen sehr knapp ist, ist arbeit. der aufwand eine unaufhörlich wachsende anzahl von artikeln zu verwalten bedeutet auch einen propotionalen anstieg der notwendigen administrationsarbeit. und diese arbeit wird momentan von freiwilligen und mit spendengeldern verrichtet. und die zahl dieser freiwilligen wächst langsamer als die menge der arbeit die zu verrichten ist. man beginnt also mechnismen einzuführen um arbeit zu verringern. ziemlich verständlich – auch wenn man es etwas euphemistisch als “qualitätssicherung” bezeichnet artikel unterhalb der anforderungsgrenze zu löschen. aber dabei geht information verloren. das sollte an dem ort von dem man sagt “ey, da findeste auf jeden fall was zu jedem kleinen und unwichtigen detail” auf gar keinen fall passieren.

ein schreibgeschütztes verzeichnis der für unwürdig befundenen artikel erscheint mir da sehr sinnvoll. es “verschwindet” nichts und vandalismus wird ebenfalls vorgebeugt. einige nennen dieses konzept deletionpedia.
woran man bei sowas halt feilen müsste, sind die kriterien der rückführung von artikeln die aufgebessert worden sind und somit der wikipedia würdig geworden sind. insgesamt bedeutet aber letztlich jede zusätzliche regel die man wegen unvernunft zufügen muss eine unnötige verkomplizierung des zusammenlebens.
mit unvernuft meine ich in diesem fall den vandalismus aus überzeugung oder aus gewinnmaximierungsstreben.

wären alle menschen vernünftig und rational ließe es sich in einer anarchie gut leben.

hach, die alte leier.

need moar brainz.