die bekämpfung von spam nimmt auf “Project Honey Pot” eine interessante dimension an.
in einem verteilen verfahren werden honigtöpfe aufgestellt. auf verschiedenen servern rund um die welt.
in diesem fall sind das einfache webseiten, die gucken ob sich ein besucher – egal ob mensch, bot oder spider – an bestimmte regeln hält.
bricht der besucher diese regeln, wird er protokolliert und an eine datenbank gemeldet. dort wird er gespeichert und sein verhalten bewertet.
greift er zum beispiel auch in andere honigtöpfe, wird sein bedrohungspotential als spammer höher gesetzt. ein menschlicher nutzer könnte zwar mal zufällig in einen honigtopf greifen, aber nur sehr unwahrscheinlich in zwei oder mehrere.
was entsteht dabei? eine datenbank mit IP-adressen. und der bewertung, daß sich diese IP zu einem bestimmten grade “schlechten verhaltens” “schuldig gemacht” hat.
man ist sich sehr bewusst, daß die inhaber dieser adressen in den seltensten fällen selbst urheber oder schuldig sind. aber um spammer einzudämmen ist es auch hilfreich zu wissen wer böses tut und dies anderen mitzuteilen.
irgendwie finde ich das projekt schön. megalomanisch schön.
dennoch. woher der fahle beigeschmack dabei kommt, kann ich nicht sagen. vielleicht ist es zu groß. zu perfekt.
perfektion implementiert auch immer die möglichkeit der exploitation.
das ist es. jetzt fällt mir auf was es ist. es ist wie google. irgendwie.
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noch was geschichtliches zum schluss: meine erster kontakt zu honeypots war auf RustyLime. die teufelskerls hatten die grandiose idee mit einem honigtopf ihren spam zu reduzieren. das verfahren funktioniert in etwa so: es gibt ein zusätzliches feld zum ausfüllen. duch designtricks ist es für normale nutzer nicht zu sehen. wenn bots anhand des quellcodes automatisch alle felder ausfüllen, klingelt der honigtopf und markiert den kommentar als sicheren spam. ab ins klo damit.
eine einfache aber effektive lösung.