automatische kulturkritik.

gerade bei der riesenmaschine gefunden:

“Calvaire”, Fabrice du Welz (2004)

Plus: 8, 18, 21, 31, 34, 45, 46, 47, 51
Minus: 10, 15
Gesamt: 7 Punkte

(die unterstrichenen zahlen haben eine wertung. einfach die maus drüber halten.)

so absurd die wertungsbegründung auch immer klingen mag, kritisch betrachtet stimmt sie. ich habe mal meine lieblingsfilme nach den positiven und negativen wertungspunkten abgesucht. sie hauen hin.

ich könnte mal anfragen, ob ein link zu passenden shops – wo man die gewerteten filme kaufen kann – hinzugefügt wird.
zur not tuts auch ein esellink.
:clown:


nachtrag:
hier mal ein bekannterer film zum gegenprüfen.

“Das Parfum”, Tom Tykwer (2006)

Plus: 11, 14, 41, 42, 63, 72
Minus: 3, 27, 48, 65, 107, 125, 129, 130, 131
Gesamt: -4 Punkte

CategoriesUncategorized

5 Replies to “automatische kulturkritik.”

  1. meine lieblingswertung ist die 79. die steht für “absurd hoher Bodycount”.
    :clown:

  2. meine sammlung *g*

    +
    Hubschrauber >1
    Österreich (Film kommt aus oder spielt in) >2
    unglückliches Ende >3
    Autofahrten mit guter Musik >6
    Schauspieler tragen Krokodilschwänze am Arsch >7
    lobenswerte Absurdität (fliegende Pandabären) >8
    Hauptdarsteller, die entweder wirklich so hässlich sind, dass man sich fragt, wie sie a) auf die Idee kommen konnten, Schauspieler zu werden und b) ausser dieser Rolle je eine andere kriegen konnten, oder die zwar sonst bekanntermassen gut aussehen, sich aber ehrlich Mühe gegeben haben, für die Rolle hässlich zu werden (erhebliche Gewichtszunahme, schlimmes White-Trash-Make-Up etc.). Insbesondere auch hässliche Kinder. >9 Attraktiver Hauptdarsteller und attraktive Hauptdarstellerin kommen am Ende nicht zusammen >11
    Gewalt gegen Kinder, sinnlose >12
    Reitende Männer >14
    Filme mit ‘of’ im Titel >15
    länger durchgehaltene subjektive Kamera ausserhalb von Werwolf-Filmen >17
    Genre-Umschwung in der Mitte des Films >18
    50er-Jahre-Diner, Essen in >19
    Tumbleweed >20
    männliche Hauptdarsteller über 50 mit schlechter Laune >21
    Zeitlupe im Actionfilm, Western, nicht jedoch bei fliegendem Haar von Frauen, allgemein romantischen Szenen >22
    Figuren sterben unerwartet nicht, obwohl sie vorher Bilder ihrer Frau und Kinder herumgezeigt haben >24 Figuren sterben unerwartet nicht, obwohl sie Schuld auf sich geladen haben >24 Figuren sterben unerwartet trotz gründlicher Einführung oder Körperbehinderung >24
    unsachgemässer und/oder innovativer Waffengebrauch >25
    Für diesen Film wurden Tiere gequält >27
    Figuren wissen, dass sie nur im Film sind >30
    jegliche unvermittelte, unangekündigte Gewaltanwendung im Dialog (unter Frauen doppelt) >31
    Opfer werden erst gerettet, nachdem sie bereits vom Serienkiller angenagt / von mongolischen Horden vergewaltigt worden sind >32
    mitreissende Anfangssequenz, in der Bilder erzählen, nicht Text >33
    Ende an unerwarteter Stelle >34
    Aufklärung versprechende Handlungsfäden, die am Ende doch offen bleiben >35
    nonlineare Erzählweise >36
    erwartete, gefürchtete Standards entfallen oder verlieren ihren Schrecken >37
    von langer Hand vorbereitete Szenen entfallen dann doch >38
    Meta-Pornografie (So waren die 70er) >39
    Schalentiere in tragenden Rollen >40
    Leichen in tragenden Rollen >41
    Punkrock (nicht peinlich, sondern laut) >43
    Verbrechen bleibt ungesühnt >42
    Vorkommen weisser Kaninchen>44
    Bilder erzählen, nicht Text >45
    Film ist nach 1980 gedreht und spielt in Belgien oder den Niederlanden >46
    Masturbation in Gegenwart von Tieren >47
    Komatöse, Sterbende oder Scheintote werden angeschrien, beschimpft und verhöhnt >48
    Kreativer Gebrauch von Nutzgeräten >49
    Landwirtschaft als Stilmittel >51
    Dialoge in exotischen Sprachen ohne Übersetzung >52
    Unvermittelt auftretende Momente von Sozialkritik, die danach auch nicht weiter thematisiert werden >53
    Schauspieler schweigen die meiste Zeit >55
    Unmässiger Zigaretten- und Drogenkonsum >56
    Neukölln (Film kommt aus oder spielt in) >57
    Sattsam bekannte Knallchargen werden neu und innovativ besetzt >59
    Kein Heulen, Schluchzen oder gar Singen im Hochsicherheitstrakt >61
    Erwachsene Hauptfigur isst Babynahrung >62
    Hauptfigur ist ein eitles, verlogenes Schwein >63
    Ausgiebiges Vorzeigen hässlicher Architektur >65
    Film spielt in diversen Ländern >69
    kahlgeschorene Frauen >72
    Grossaufnahmen von schlechten Zähnen oder Zehennägeln >74
    Geräte, deren Funktion nicht erklärt wird >75
    Metaebenen (es wird im Film herumgemalt etc.>76
    Promiskuität führt nicht zum vorzeitigen Ableben >77
    Absurd hoher Bodycount >79
    kompetente Frauen >80
    überdurchschnittlich sinnlose Dialoge >82
    bizarre, abscheuliche Tapeten >83
    jemand wird am Anfang lange eingeführt, ist dann aber gar nicht die Hauptfigur >84
    mit dem Holzhammer auf die Tränendrüse >85
    wahrhaftige Parallelhandlung >86
    dysfunktionale Elektrogeräte als tragendes Handlungselement >87
    Dudelsäcke >88
    Sympathieträger sterben schnell und unvermutet, ohne letzte Worte >89
    Nikola Tesla kommt vor >90
    Zebra steht im Garten (ausserhalb Afrikas) >92
    Kampfflugzeuge >93
    Sehr schnelles Fahren im Rückwärtsgang >94
    Film leugnet Existenz von Schleudertraumata >96
    Merchandise ist viele Jahre vor dem Film erhältlich >98


    Blutsbande sind plot-erforderlich >1
    Dummheit oder Hysterie einer Frau sind plot-erforderlich >2
    Frankreich (Film kommt aus oder spielt in) >3
    Computer-Interfaces, die so aussehen, wie sich das der Ausstatter vorstellt anstatt wie in echt >6
    Zirkelschluss: am Ende wird die Anfangssituation wiederhergestellt >9
    im Film gespielte Klaviermusik >10
    Bruckheimer, Spielberg >11
    Filme, in denen Kulturschranken überbrückt werden >13
    Schaffensprozess von Künstlern, ausser komplett gescheiterter >14
    Nebelszenen >15
    Rassenproblematik/Schwulenproblematik >19
    Frauen, die etwas neben der Spur sind, was ausschliesslich durch wirres Haar kenntlich gemacht wird >21
    Figuren, die durch Lektürezitate und Schachspiel geistige Tiefe vorgaukeln >22
    Männer in Frauenrollen >26
    Feuerwerk >27
    sehr kleine Autos (Mini, Smart, Fiat) >33
    Doppelgänger >34
    Redundanz, 2 Punkte bei unterstützenden Rückblenden >36
    durch harmlose, ins Bild springende Tiere ausgelöster Schrecken (Alien, Terminator I, Gothika) >35
    Hochzeitsszenen, Ausnahme: Shotgun Weddings und Bluthochzeiten 2 Punkte, wenn die Hochzeit am Ende des Films steht & folkloristische Hochzeitsszenen>37
    Tiere (ausser mit ambivalentem oder Zombiecharakter) >38
    verrückte Wohnsituationen (Schlauchboot im Wohnzimmer/Doris Dörrie) >39
    überflüssige Hintergründe >40
    Vitalismus, ‘Intensität’ >41
    Durchschnittsfamilie als Ausgangspunkt für Horror >4248
    Polizist wird von der Polizei gejagt etc., neue Erkenntnisse sind die Folge >50
    eim Leid die Wand runtersinken, bei Kummer in der Ecke sitzen und die Knie umfassen, beim Schrecken beide Einkaufstaschen fallen lassen, Darstellungskonventionen aus der Grabbelkiste >51 >51
    Auftreten von Psychologen, 2 Punkte, wenn die Therapiesitzung gezeigt wird >54
    verspielt anfängliche Sympathien durch unnötige Überlänge >55
    Man sieht beste Freundinnen bei Beste-Freundinnen-Tätigkeiten (Trinken, Kichern, Karaoke, auf Betten hüpfen) >59
    Paare lernen sich unter Bedingungen der Verstellung kennen, mit den üblichen Folgen >60
    Kerzengefüllte Schlafzimmer in gleich welchem Zusammenhang >61
    Dialoge, wie sie nur deutsche Drehbuchautoren für deutsche Theaterschauspieler verfassen können: ‘Sieh mich an!’ – ‘Ich weiss nicht, wer du bist!’ >62
    Verliebte wälzen sich im Sand, im Schnee, in der Brandung, Heu >63
    Unmotivierte Kamerabewegung ‘Geisteskranke Wespe’ >65
    Agatha-Christie-Auflösung >72
    unverständliche nonlineare Erzählweise >73
    Filme mit Zeitreisen, ein Sonder-Minuspunkt, wenn die Frage \’Welches Jahr haben wir?\’ gestellt wird. >70
    Film spielt in England >74 Film spielt ausschliesslich in England >74
    allgemein Konstrukt Verführung >75 Verwendung von Reizwäsche bei ohnehin schon gutaussehenden Frauen (Ausnahme: bei Männern und hässlichen Frauen)>75 >75
    Hauptdartseller wird hinterher als neuer Jmes Bond gehandelt > 76
    ohne Untertitel komplett unverständlich>77
    völlig unrealistisches Happy-End >78
    Mangelndes Drehbuch wird ersetzt durch mangelnde Improvisation >80
    Jürgen Vogel spielt Jürgen Vogel >81
    Fickszenen werden überblendet mit mit den Fickszenen nichts zu tun habenden Szenen >82
    Film verströmt die Atmosphäre von 90er-Jahre-WG-Küchen >84
    Synchronfassung von 1000 Schimpansen an 1000 Schreibmaschinen erstellt >88
    Zerreissen von Kleidung beim Sex >89
    Total sympathische Behinderte >90
    Kinder filmen ihre Eltern heimlich>91
    Film provoziert Szenenapplaus beim Berlinale-Publikum>92
    Schauspieler beherrschen nur einen Gesichtsausdruck >93
    Anfang mit Radio >94
    ‘Engagement’ >96
    ermüdende Absurdität >97
    Simple Feindbilder simpel inszeniert >99
    Anfangsszene und Anfangscredits wechseln sich minutenlang ab >100
    Szenen, die nur dazu dienen, das breite Repertoire der Schauspieler zu demonstrieren >101
    Dialoge aus dem Drehbuchkindergarten >102
    Rolle des stillen, ehrgeizigen, afroamerikanischen Enddreissigers mit Brille kommt vor >106
    Film verspielt von Anfang an nicht vorhandene Sympathie durch völlig unnötige Überlänge >107
    Annie Proulx >108
    Romantische Tanzszenen >110
    Klassiker werden zitiert, der Gesprächspartner reagiert mit Nennung der Quelle >111
    unnötige Liebesgeschichte >112
    Figur ‘verschrobener Aussenseiter zeigt es allen’ kommt vor >113
    Die Bösen würden einen Walfisch nicht aus 2 Metern treffen>116
    Verfolgungsjagdort Restaurantküche >117
    Zwischenzeitliches Abgleiten in Belanglosigkeit >121
    Kleinere Komplikationen beim ersten Sex als humorvolle Situation >123
    Spiessigkeit wird durch das alphabetische Sortieren von irgendwas charakterisiert >124
    Potentieller Lieblingsfilm 40jähriger Brigitte-Leserinnen >125
    Osteuropa als romantischer wilder Ort>126
    Auf Kinolänge gezogener Studentenkurzfilm >127
    Überflüssiger Erzähler aus dem Off (zwei Minuspunkte, weil Otto Sander) >129
    Unmotivierte Parallelmontagen >131
    Frau ohne Eigenschaften >132
    Am Flughafen wird total überraschend doch noch alles gut >133
    ‘Fünfzehn Jahre später’ >134
    Hacken mit grafischem Interface >136
    Lange Piss-Szenen >137
    Männergespräche am Lagerfeuer >138
    Bruce Willis in Nebenrolle >139
    Handlungsfaden schnurgerade >140
    Schusswaffe liegt wenige Zentimeter ausser Reichweite >141
    Aufdringliches, unsinniges Sounddesign (tropfende Flüssigkeit mit Surround-Donnerhall)

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