familienbande

wieder mal ein familienfest heute. der gestrige geburtstag meines vaters wurde in trauter runde gefeiert.
normalerweise waren es gute bekannte und alte freunde von ihm, die bei dem traditionellen raqulette anwesend sind. die haben diesmal allerdings alle abgesagt. so sind nur die gekommen, die man auch als meine familie bezeichen könnte.
onkel, tante, oma, cousin, bruder und sogar meine mutter kam überraschend aus berlin. klar mein vater natuerlich auch noch. und ich. mittendrin.

irgendeine ablehnende stimmung hat mich im zug dazu gebracht, eine eigentlich genügsame tüte zu drehen. sie hat mich dann aber doch etwas anhaltender vom hocker gehauen, als ich sie beim aussteigen aus dem zug rauchte. ich war den gesamten abend ziemlich betüdelt und angeheitert.

ich denke sogar, daß es eine gute entscheidung war die tüte zu rauchen. ansonsten wäre ich wahrscheinlich ziemlich agressiv angesichts des gelabers geworden.

auch das esoterische erkennnisgeschwafel meiner mom bringt mich regelmäßig auf die palme. diesmal konnte ich mich aber zurückhalten mit meiner rage. ich habe sie sogar halbwegs dazu gebracht, mir nicht noch mehr von diesem unsinn zu erzählen. indem ich klarmachte, daß erkenntnis nicht in worte fassbar ist und aufgrunddessen ihre versuche mir zu erklären wie die welt funktioniert immer in unsinnigem gestammel enden werden. für einen kurzen moment hatte ich das gefühl, sie wüßte was ich ihr klarmachen will. und sie war auch zufrieden damit.

ziemlich stolz war ich auf meine oma, die trotz ihrer etwas angeschlagenen gesundheit ohne mit der wimper zu zucken bis halb drei mit am tisch saß und sich prächtig unterhalten hat.

insegesamt war die feier nicht halb so schlimm wie ich befürchtet hatte. ob das letztendlich an der tüte lag oder nicht mag ich nicht mehr beurteilen.

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