one of these days.

so, endlich alles geschafft.
boah. was ich die schnauze voll habe. schon seit gestern.

eine chronologie.
gestern komme ich auf arbeit. freue mich. bissl blog basteln. an der neuen BlueScreen homepage basteln (auch ein wordpressblog aber mit vielen statischen seiten). mit LN chatten. es hätte so ein schöner tag werden können.
was alles verdorben hat, war letztendlich ein backup des so viel beschimpften “thekenrechners” auf arbeit. christian hat ein discimage gemacht, und wollte – um plattenplatz zu sparen – vorher noch etwas aufräumen. programme deinstalliert. irgendeine DLL mitgerissen. war nicht reparierbar. einige wichtige programme funktionsuntüchtig.
okay, so wie er mich letzten samstag beleidigt hat, hätte mich das nicht weiter gejuckt. work-arounds bin ich ja gewohnt.
aber die programme die nicht gingen waren das FTPproggi (unverzichtbar beim hochladen von phpscripten) und ICQ. meine uhr ist auch noch stehengeblieben. verdammt.
okay, an die arbeit. fehlersuche. neuinstallationen. no way. nervige kundschaft kommt auch noch. das niveau eskaliert. nach unten.
hey, kennst du ein paar willige frauen?
klar.
kannste mir die nummern von denen geben?
klar.
hannes? zettel und stift bitte. … danke. … sind die solo?
ja.
kannste mir noch was von denen erzählen? sind die leicht rumzukriegen? auf was stehen die so? sind die auch für ausgefallene sachen zu haben?
ou mann. und ich mittendrin.
ich versuche mich auf nicht angebundene TCP/IP protokolle zu konzentrieren, so gut es eben geht.
stunden später gebe ich resigniert auf. zur entspannung ein paar minuten blogs gelesen und meinen senf dazu gegeben. wieder aufgerafft. weiter. ständig diese latente wut und verzweiflung. warum ich? warum muß ich diese scheiße machen? schon die fünfte kippe heute geraucht. gegen halb sechs in der früh gebe ich endgültig auf.
jetzt aber richtig: windows verzeichnis gelöscht. neuinstallation – von null auf. aber weil ich wieder zu weit gedacht habe, ist das auch noch schiefgegangen. noch mal von vorne. es ist halb sieben. für heute ist schluß. es muß morgen weiter gehen.
einziges positives resultat des tages: ich habe rausgefunden, warum sich ICQ nicht mehr auf den USBstick installieren ließ.
zuhause. ich nehme mir vor effektiv zu schlafen. das klappt auch ganz gut.
heute früh dann: es ist halb zwei. naja, sechs stunden schlaf müssen halt mal reichen. acht brauche ich eigentlich. aber der tag fängt gut an. auf dem weg ins bad merke ich, daß mein paps wieder gekocht hat. riecht lecker. morgentoilette. gut gefrühstückt. alles geht zügig und konzentriert von der hand. auf dem weg zur arbeit gehe ich noch schnell beim uhrmacher vorbei. batterie wechseln lassen. in ner stunde wiederkommen. kay, kein problem.
auf arbeit angekommen, ist es um drei. eine stunde zu früh. gut. genug zeit um das gröbste des betriebssystems wieder draufzuspielen bis die kundschaft kommt. die haftnotiz von christian am monitor bringt mich schon wieder zum kochen: “theken-image im recover ordner.” “ja, du held. das image ist verhunzt. das zeigt die gleichen fehler, die ich seit gestern in vielen unbezahlten überstunden zu beheben versuche.
egal. nicht aufregen. bis jetzt geht alles erstaunlich reibungslos von statten. die kundschaft heute ist auch ruhig. fast fügsam. bloß bei der wiederherstellung der vielen kleinen tools und der serverfunktionalität komme ich etwas ins schwimmen. naja, bei windows 98 beschränkt sich das glücklicherweise auf einige freigaben und autostarts. schwer ist das nicht, aber viel. einziger rückschlag ist die officeinstallation. die 2003er version will sich plötzlich nicht mehr auf 98 installieren lassen. die extra von meinem paps rangekarrte cd ist nicht lesbar. und bis morgen soll ein schriftstück für einen kunden fertiggestellt sein. wie schon so oft, ist der laptop meine rettung. eine halbe stunde später ist auch das erledigt.
alles scheint fertig. was noch bleibt, ist die leichte unsicherheit etwas vergessen zu haben. aber das wird sich die nächsten beiden trage zeigen. übermorgen werde ich ein lauffähiges image erstellen. meine stimmung hat sich merklich gebessert.
schnell hacke ich noch die abrechnung der letzten beiden tage in die datenbank und frage mich dabei ob es zuviel verlangt wäre eine sekretärin für diese arbeit einzustellen. ein wenig stolz bin ich schon auf meine arbeit heute. die helden laufen immernoch im hintergrund und in schleife.

endlich frei. endlich zeit zum bloggen.