Die Verschlüsselungsdebatte wegen #prism ist so unnötig

Die Verschlüsselungsdebatte wegen #prism ist so unnötig. Man sagt zwar in den "technikaffinen Kreisen", dass der Crypto-War gewonnen wurde, aber das Recht auf #Verschlüsselung ist keineswegs als unumstößliches Grundrecht etabliert. Es ist durchaus denkbar, dass Verschlüsselung als illegal deklariert wird (http://en.wikipedia.org/wiki/Cryptography#Prohibitions) oder Herausgabe von Passwörtern "in engem gesetzlichen Rahmen" erzwungen werden kann. Fälle dafür sind bereits in den Zeitungen gewesen (http://goo.gl/KBkGj3). 

Weiterhin würde ich in diesem Zusammenhang auf FPGAs als massentaugliche spezial-Prozessoren hinweisen, die es mir denkbar erscheinen lassen, auch Crypto zu brechen. Bitcoin-Miner zeigen wie es geht (http://goo.gl/VXa8Q). 
Außerdem ist flächendeckende Verschlüsselung nur eine Eskalation – wenn es notwendig erscheint, wird halt mehr in eine entsprechende Forschung investiert und in fünf Jahren können wir uns die ganzen Verschlüsselungsalgorithmen an die Backe schmieren. 

Vielleicht könnte man diesen Standpunkt als Kapitulation auffassen. Ja, kann sein. Andere Lösungsvorschläge sind sehr willkommen. 

Denn eins ist (für mich) sicher: Ihr Virenscanner und Verschlüsseler werdet den Geist nicht wieder in die Flasche stecken können. 

3 Replies to “Die Verschlüsselungsdebatte wegen #prism ist so unnötig”

  1. Es gibt auch Verschlüsselungen die nicht so einfach gebrochen werden können. FPGAs hin oder her, eine große Gefahr für Verschlüsselung ist erst die "drohende" Erfindung von Quantencomputern.

    Und Bitcoin-minen hat mit Verschlüsselung knacken nicht soo viel zu tun.

  2. Ja, das Bitcoin-Beispiel war vor allem da um zu verdeutlichen, dass Menschen erfindungsreich sind. Wo ein Wille ist, wird auch ein Weg gefunden werden.

  3. Letztendlich sind die Stromkosten der relevante Faktor. Wenn es hunderttausende Euros (an Strom und Hardware) kostet, um nur eine einzige E-Mail zu entschlüsseln, dann wird der (vermutete) Wert des Inhalts gegen die Kosten für die Entschlüsselung gerechnet und beim otto-normal-bürger auf die Entschlüsselung verzichtet.

    Und das wird auch noch lange so anhalten. Schlüssellängen müssen halt entsprechend der zur Verfügung stehenden Rechenpower angepasst werden, ein Vorgang der seit Jahrzehnten durchgeführt wird.

    Und: der Erfindungsreichtum der Menschen hört auf beim mathematischen Beweis der Sicherheit einer Verschlüsselung. Entweder es geht, oder es geht nicht.

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