dagegen

in streits oder meinungsverschiedenheiten höre ich gelegentlich mal den vorwurf, dass ich aus prinzip dagegen sei.
aber das stimmt so gar nicht. ich lehne viele der allgemein anerkannten grundsätze ab – aber immer nur wegen des prinzips des grundsatzes, nicht wegen des prinzips dagegen sein zu müssen.

zur erklärung: es ist richtig, dass ich nach bestimmten prinzipien und maximen lebe. einer davon ist, dass ich verstehen will. ich will verstehen wie dinge funktionieren. deshalb frage ich oft bei den alltäglichsten dingen “warum?” oder “warum nicht?” und wenn die mehrzahl der menschen dann sagt “weil das halt so ist” oder “weil wir das schon immer so machen” ist das für mich keine befriedigende antwort. in den meisten fällen ist es so, dass dies auch die einzige begründung dafür bleibt – “weil das halt so ist”. an diesem punkt ist für mich dann klar, dass das wissen warum alle das so machen, verloren gegangen ist. es ist also davon auszugehen das das an den tag gelegte verhalten nicht mehr zeitgemäß, völlig überholt und archaisch ist. es bedarf dann zumindest einer recherche um diese alltäglichen handlungsleitfäden wieder zu bestätigen. oftmals ist es aber so, dass in diesem zuge auch optimierungen und anpassungen an die eigenen bedürfnisse vorgenommen werden – nebenbei könnte ich mir vorstellen, dass man dies auch als eine ursachen des generationenkonfliktes verorten könnte. aber ich schweife ab.

aber allein nur die frage nach dem warum ist noch lange keine opposition.

ich finde, wer ein hinterfragen als subversive bedrohung empfindet hat ein autoritätsproblem – in die eine oder andere richtung: entweder weil er obrigkeitshörig oder diktatorisch ist.

One Reply to “dagegen”

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