das böse in reinstform – blinkerndes piepsendes flash auf webseiten – war nicht immer böse. oder anders: es hatte einen vorgänger.
also es gab vor flash etwas was das internet hassenswert gemacht hat.
jep. ich rede von animierten gifs. riesige blinkernde herzchen als gekacheltes hintergrundbild. schon in den ersten stunden des internets haben die animierten gifs geocities den ruf “heimat des internet abschaums” eingebracht. wenn man heute “geocities 2.0” sagt ist myspace gemeint weil dort die selben animationen mit flash laufen.
ja. sich selbständig bewegende webseiten verursachen echten hass bei mir.
aber in letzter zeit – der zeit der global steigenden bandbreiten – gab es eine entwicklung in bezug auf die bewegten gifs, die meine abscheu nicht so sehr erregt haben. vielleicht weil auch einfach flash ausreichend antipathie gebunden hat.
es tauchten immer mehr komplexe animationen auf. kurze filmsequenzen von einigen sekunden die sich immer wieder wiederholen. die lolcat-cheezburger-variante davon ist senor gif. aber für die erwachsenen oder filmnerds habe ich einen weiteren tollen tumblerfeed gefunden. “if we don’t, remember me.” nimmt besondere sequenzen aus kinofilmen und macht zusammen mit einem zitat aus dem jeweiligen film ein bisschen mehr als nur “sehenswerte momentaufnahmen”.
und das beste dabei: es ist ohne flash.

“It’s better to help people than garden gnomes.”
Le fabuleux destin d’Amélie Poulain (2001)