interconnectivity

gestern bin ich auf einen ziemlich alten artikel gestoßen, der gefragt hat, wie gut google buzz eigentlich ankommt. dabei wurde anhand der eingebundenen social-sharing buttons ein schwanzvergleich gemacht. der facebook-like-this-button wurde irgendwas über eintausend mal betätigt. der twitter-this-button knapp zweitausend mal. und der buzz-button nur siebenundsechzig mal.
ganz logische schlussfolgerung: buzz ist bei den nutzern durchgefallen oder ist dort nicht angekommen.
immerhin erkennt man in dem artikel, dass diese schlussfolgerung ziemlich kurz gedacht ist, weil buzz eben noch sehr neu ist und die anderen dienste sehr kräftig am markt etabliert sind.

und beim lesen ist mir so aufgefallen: hm. ich nutze ja auch buzz. und warum? weil ich die interoperabilität mag. ich habe alles in einer wolke.
aber bei facebook bin ich ja auch, was hindert mich also daran ständig auf den facebook button zu hauen? ich kann bei buzz bequem von meinen anderen – potentiell nicht nur googel – diensten wie youtube und reader sachen reinfüttern und bekomme einen ansehnlichen stream welcher sich wieder weiter verwenden lässt. über kurz oder lang werde ich diesen buzz-stream auch hier in das blog einbinden.

die modernen dienste des netzes sind inzwischen per xml frei portierbar. es ist ziemlich unerheblich geworden ob ich facebook, buzz oder twitter verwende. bis auf kleine feinheiten ist es das gleiche.
diese kleine feinheit ist in meinem fall, dass ich in einem sozialen netzwerk wie facebook nicht die feeds all meiner bekannten und kollegen mit meinen katzenbild-i-love-it attacken vollspammen will. und so eine feinheit ist auch, dass mir 140 zeichen einfach zu wenig sind um ein qualifiziertes statement abzugeben. diese verbiegung mit den hashtags und @-antworten finde ich vom linguistischen standpunkt unmöglich.

und diese möglichkeit haben meine leser auch: wollen sie etwas von mir lesen, abonnieren sie den entsprechenden feed. entweder den von hand erzeugten und unikaten stream des blogs, oder den etwas formlosen und möglicherweise etwas spammigen stream der diversen netzwerke, für die buzz letztlich nur der aggregator und provider ist.

als einstieg zu dem thema empfehle den kurzfilm “the machine is us“.

analog dazu gibt es für auch die chatfunktion von facebook eine schnittstelle. dieser chat verfügt über eine XMPP-schnittstelle (früher als Jabber bekannt). hierbei handelt es sich auch um ein auf xml basierendes offenes protokoll, welches speziell für chats konzipiertes wurde.
der nutzen für den user? er ist nicht mehr daran gebunden über die facebook-seite direkt zu chatten. mein messenger ist problemlos in der lage sich dieser funktion anzunehmen. von googlemail mit einem facebook-user zu schreiben? wenn ich will, gar kein problem!
ich werde mit sicherheit keine ewigen stunden mehr sinnlos bei facebook rumgammeln und aus langeweile auf nur mittelmäßig interessante links klicken.