erlösung

als heute am späten nachmittag ein zaghaft zorniges windchen aufzog und einige regentropfen nach unten zwang, habe ich gerade eine frischluftpause auf dem hof gemacht.

die tropfen, die mich leider nur viel zu vereinzelt trafen, durchschlugen das dünne textil über meiner haut und trafen diese wie kleine tupfer der erleichterung. so als wäre man am ganzen körper verbrannt und dort wo die tropfen auftreffen, verstummen die schmerzen für einen kurzen moment.

und es brannte sich die erinnerung an diese erlösungsszene aus v wie vendetta in mein assoziations geflecht, als die protagonistin nach tagelanger folter mit dem unbändigen bedürfnis nach freiem himmel und frischluft auf die dachterrasse in den beginnenden regen trat und sich voller erlösung an ihre kindheit erinnerte, als ihr jemand sagte: gott ist im regen.

(ein etwas älterer text, zu dem es mir an muse gefehlt hat ihn zu publizieren – etwa von mitte juli, als es so heiß war)

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