letzten samstag war ich beim eggn in nürnberg. ursprünglich wollte er seinen geburtstag auch in nürnberg mit seinen dortigen freunden und arbeitskollegen feiern. aber das datum schien irgendwie schlecht gelegen zu haben. kaum jemand hatte zeit. kaum jemand hat auf seine einladung reagiert. etwas enttäuscht sagte er die party ab. drei von uns sind trotzdem runtergefahren. der schmittl hat sich mit seinem neuen benz förmlich aufgedrängt. obwohl ich im moment – wegen des umzuges – wenig zeit habe, wollte ich unbedingt mal nach nürnberg. endlich mal die stadt kennenlernen, in der eggn im moment glücklich ist. die stadt, die ihn von saalfeld, seinem herzblut und stätte erfreulicher jugendjahre, abnabelt.
es war ein toller tag. schon die fahrt habe ich genossen. seit langem bin ich nicht mehr weggefahren.
schon der diesige sonnenuntergang war wunderschön anzuschauen und hat mich gut auf einen verträumten abend eingestimmt. kurz vor nürnberg haben wir dann noch kurz bei burgerking gehalten – die whopper und pommes sind in der tat um einiges besser als die bei mcdonalds. und das junkfood hat gut geholfen den aufstrebenden hunger bis zum beginn der abendgestaltung beim eggn zu unterdrücken. später haben wir bei ihm dann was richtiges gekocht. eine pilzpfanne mit käsesauce und erbsen. dazu gabs spaghetti.
aber noch waren wir ja nicht da. souverän hat uns schmittl zu eggns wohnung geführt. sein satz “ah, jetzt weiß ich wo wir sind. da vorne ist es gleich.” wurde nach dem siebenten mal ein running gag der nächsten stunden. dennoch: als wir eggn anriefen um uns eine wegbeschreibung geben zu lassen, waren wir nur noch drei querstraßen entfernt.
in eggns schicker wohnung angekommen ließen wir uns nieder und begannen zu plaudern, kochen, die wohnung zu untersuchen und etwas hilflos die weitere abendgestaltung zu planen. später würden noch die anderen mitbewohner und eggns elfenhafte freundin anna eintrudeln. in unwissenheit über die nürnberger locations ließen wir uns das “stereo” empfehlen und brachen gegen mitternacht auf, am nachtleben teilzuhaben. der club war ganz nett. düster. eng. voll. so wie ein ordentlicher club sein soll. zwar war die musik nicht schlecht aber für meinen geschmack zu wechselhaft. richtig tanzen und loslassen konnte ich wiedermal nicht. es soll halt einfach nicht sein. irgendwann finde ich mich damit ab.
da der besuch beim eggn eigentlich als geburtstagsfeier gedacht war, hatte ich das bedürfnis ihm nochmal etwas mitzubringen. nicht ganz ohne ironie empfand ich den becher bornsenf als mitbringsel im “westen” passend. es ist schon etwas seltsam. wenn es darum geht weihnachts- und geburtstagsgeschenke für familienmitglieder zu finden tu’ ich mich unheimlich schwer. ein schönes geschenk für eggn ist mir quasi zugeflogen. wobei der bornsenf eher ein alibi zum “was in die hand drücken” war. das eigentliche geschenk war ein eigenes blog auf meinem webspace. schon länger wollte er von dem unflexiblen blogger weg, fand aber nie ausreichend zeit sich das auch wirklich einzurichten. im moment hat er zwar nur wenig zeit etwas zu schreiben, aber immerhin ist das blogger archiv schon in das neue blog übertragen. ich freue mich auf zukünftige texte von ihm.