impact.

mich hat heute der schlag getroffen.
früh um drei stehe ich im bad. es klopft. ein telefonanruf für mich.
wie? was? wer?
ich war reichlich überrascht, als verena (*) sich meldete, und mir erklärte daß sie diejenige war die derletzt einen anonymen kommentar verfasst hat.

schon mehrere habe ich deswegen befragt. aber sie wäre die letzte gewesen, die ich hinter diesem kommentar vermutet hätte. nicht nur, weil ich sie für “im einsatz als ehefrau vermisst” gehalten habe, sondern auch, weil unsere letzten begegnungen immer mit einem streit geendet haben.

trotz ihres vorletzten erbosten kommentars, hier nie wieder vorbei zu schauen, freue ich mich dennoch über ihre leserschaft.

(*) name von der redaktion geändert. [-;

blogsphere-saalfeld.

so langsam dringt das medium blog auch in provinzielle saalfelder gefilde vor. das ist jetzt bei weitem nicht so abwertend gemeint, wie es vielleicht auf den ersten blick erscheint.
mir geht es vielmehr darum das auch zu dokumentieren.

der ege schon länger fasziniert von meinem blog – hat mal einen ersten versuch gestartet. wenn auch unter anderem namen. andeutungen ließen allerdings schon durchblicken, daß ihm ein blog als tagebuch eher suspekt ist.

das zweite blog, welches bei ausreichend durchhaltevermögen durchaus interessant werden könnte, ist das travelblog von ghent. wie der name schon sagt ist es als reisetagebuch konzipiert. auf einer halbjährigen reise nach russland.

nun väterchen. und das entwickelt sich jetzt, ja?” “eben, das sag ich ja. es entwickelt sich, genossen bauern. und darum, meine ich, sammelt vielleicht die gesamte bauernschaft etwas geld.”

quote.

gerade ein treffendes zitat für alle gefunden, denen ich mich freundschaftlich verbunden fühle.
von oscar wilde.

ich glaube ich muß wirklich mal was von ihm lesen.

Das Leben ist eine Komödie für jene, die denken, aber eine Tragödie, für jene die fühlen.
Oscar Wilde

der fuchs.

eyes wide shut.

gestern hat mich pröschi besucht. lange haben wir uns nicht mehr gesehen.
auch in ihrem leben passieren nicht so viele weltbewegende sachen, daß man das nicht in 20 minuten erzählt hätte.

trotzdem war ihr besuch bemerkenswert. mal ganz abgesehen davon, daß ich mich darüber gefreut habe einen vernünftigen menschen in saalfeld getroffen zu haben.
pröschi ist immer noch recht aktiv oder zumindest informiert in der antifa-szene. dieses wissen und einige anekdoten haben mir mal wieder die augen geöffnet, wie blind ich hier in saalfeld geworden bin.

überall treiben sich nazis rum. infiltrieren, kundschaften und besetzen. unscheinbar und unbemerkt. räume werden gemietet, kinderveranstaltungen gesponsort.
und der rest der welt liest in der zeitung was von “neuer mitte” oder WASG.

die neonazis sind unter uns. sie sind gefährlich. und wir wissen nichts davon.

ich bin auch schon teilweise erblindet, denn ich frage mich ob diese sichtweise nicht vielleicht übertrieben ist.
zivilcourage? wogegen? gegen die typen, die lonsdale und schwarz weiß rot tragen. die machen doch nichts. doch, nur nicht vor meinen augen. aber das macht sie nicht weniger gefährlich.
rausschmeißen kann ich sie deswegen aber immernoch nicht.

ich weiß daß ich mit diesem skeptizismus in saalfeld weitgehend alleine dastehe. wenn ich mit christian über soetwas reden würde, würde er mich als paranoid abstempeln. aber er ist eh auf beiden augen blind. nicht nur auf dem rechten, wie der rest dieser stadt.