spessial.

rezepte von muttern sind und bleiben die besten.
seit mein scheff eine espressomaschine auf arbeit installiert hat, ist es sehr einfach geworden kaffee zu zubereiten.
das kaffee nicht übermäßig viele variationen zulässt, habe ich mich eines alten kniffes meiner mutter erinnert.

mach doch einfach ein paar löffel kakao mit in den kaffe. das ist sehr lecker.

anfangs habe ich diese variation nur für mich selsbt zubereitet und wurde von den beobachtern meines treibens etwas belächelt. “kakao im kaffe. wie soll denn das schmecken?
diese skeptiker gab es aber auch nur solange, bis ich dazu übergegangen bin ihnen entgegenzutreten und eine meiner spezailmischungen anzubieten.

jetzt, etwa sechs wochen später, sind etwa neunzig prozent der im BlueScreen verkauften kaffees meine spezialmischung.
der zuruf lautet nur noch: “hannes? ein special bitte.
aber gerne doch.

in diesem zusammenhang möchte ich auch nochmal auf die seite verweisen, die mir nebogipfel dereinst empfahl:
www.espressoporn.com – schöne bilder von espresso. vielleicht schicke ich auch mal ein paar von meinen kreationen da hin.

gescheitertes experiment.

so, das experiment ist gescheitert.
ich habe vor einigen montaten versucht die macke abzulegen, daß meine uhr unbedingt fünf minuten vorgehen muss, damit ich nicht immer unpünktlich komme.

es war eine schöne zeit. meine uhr wurde nach der weltzeit gestellt. keiner hat mich gefragt, warum meine uhr fünf minuten vor geht.
aber ich kam immer fünf minuten zu spät.

jetzt hat es mich gerappelt.
meine uhr habe ich dann gestern abend wieder auf die falsche zeit umgestellt. fünf minuten vor.
promt kam ich auch pünktlich auf arbeit.

der versuch diese macke der unpünktlichkeit abzulegen ist gescheitert. man kommt gegen manche sachen nicht an.
ich komme gegen meine unpünktlichkeit nicht an.
ich werde das akzeptieren. mich aber nicht aufgeben.

divergenz.

wenn man im BlueScreen die etagen wechselt, könnte man in manchen momenten meinen in andere realitäten einzutauchen.
unten sitzt eine leicht angeheiterte meute von acht mohaa-spielenden anfangszwanzigern und überbietet sich im ausstoßen von kreativen quietsch- und kreischlauten. während oben leonnard cohen sein waiting for a miracle vor sich hin melancholiert.

und ich mittendrin. zwischen diesen beiden welten oszillierend.
mehr oder weniger auch auf ein wunder wartend.
komisch.

die muse

… hat mich wieder geküsst.
hach dieser süße schmerz, wie habe ich ihn vermisst.
wenn man jemandem gegenübersteht, sämtliche innereien verkrampfen und man kein wort herausbekommt. eine ewigkeit vergeht bis ich mich wieder gefangen habe. “vierfünfzig” ob man mir ansieht, wie ich zittere? “danke.” kann ich dich auf einen kaffe einladen? “tschüss.” “bis bald.”

meine WoW-gilde will in zwei wochen nach MoltenCore. angesichts der heutigen erlebnisse frage ich mich, ob ich dann überhaupt noch WoW im sinn habe.
wenn ich es bis dahin immernoch nicht geschafft habe, sie anzusprechen bin ich sicherlich geistig nicht ganz anwesend aber dennoch dabei.

disconnect.

hab gerade nen anruf im BlueScreen bekommen.
jemand hatte im computerladen ein modem gekauft und benötigte per telefon meine hilfe bei der eingabe der zugangsdaten. am letzten schritt angekommen fragte er mich nach erfolgreicher eingabe der letzten daten “soll ich jetzt ok drücken?” “ja, wenn sie der meinung sind, daß sie alles richtig eingegeben haben.” der darauf folgende verbindungsabbruch bestätigte mich in der annahme, daß er das modem in die richtige telefonbuchse reingesteckt hatte.

so kurz und schmerzlos habe ich lange keinen der unliebsamen kostenlosen telefonsupport-anrufe mehr abgewickelt.