hunt.

ja, ich war jagen.
hungrig wie ein wildes tier zog ich durch die straßen auf der suche nach etwas nahrhaftem. da meine persönlichen vorräte für magere zeiten aufgebraucht waren, mußte ich meine lagerstätte verlassen und mich auf die jagd begeben.
glücklicherwiese versäumte ich es nicht vor dem eigentlichen akt, mir etwas ersatzgold ausgraben zu lassen. von einem höchstwahrscheinlich homosexuellen mann, der sich durch eine durchsichtige mauer zu schützen versuchte.
ich war bereit.
mein erstes opfer war eine grapefruit. ja, ich habe eine grapefruit gefangen.
harhar, wie sie sich in ihrem behältnis gewehrt und gezappelt hat. beinahe hätte ich lust bekommen eine weitere niederzuringen. doch mein körper begann schon der enormen anstrengung den tribut zu zollen. ich schwächelte. darum begnügte ich mich fürs weitere mit 5 kiwis.
durch die kiwis sichtlich erschöpft, kämpfte ich mich zu den haltbareren nahrungsmitteln durch, die freundliche mitlebewesen in weiser voraussicht für mich bereitgestellt hatten. leider waren die mitlebewesen, wie sich erst später herausstellte, doch nicht ganz so freundlich. wollten diese impertinenten figuren doch tatsächlich ersatzgold im gegenzug für die nahrungsmittel.
nun ja, ich hatte ja glücklicherweise welches dabei.
aber in zukunft werde ich diese gestalten meiden.

sick.

so, jetzt habe ich es also geschafft.
ich war zu lange wach und habe meine halbjähliche erschöpfungs erscheinung.
böse kopfschmerzen und leichtes fieber sind die hauptsächlichen auswirkungen.

ich habe mir strikte bettruhe, viel schlaf und ruhe verordnet.
vom vielen liegen bekomme ich gerade auch noch bärische rückenschmerzen.
naja, ich bin ja selber schuld.

noch nicht mal ins kino bin nich gegangen. ich wollte doch so gerne endlich mal alien vs. predator sehen.

wanna have a bad hair day?

oh mann. so schlimm wie heute habe ich mich seit langem nicht mehr gefühlt.
weiterhin gab es eine weitere traurige premiere: ich habe zum ersten mal in meiner gesamten arbeitszeit im BS richtig verschlafen.
ich bin 10 vor vier aufgewacht. das dumme war nur, daß christian schon da war, und mitbekam daß ich 10minuten zu spät kam.
ja, es ist mir peinlich. aber schon vor zwei wochen ist er darauf aufmerksam geworden, daß ich regelmäßig zu spät komme.
ich muß unbedingt etwas dagegen tun.
ich fasse daher folgende entschlüsse:
– keine filme nach 2:30 beginnen
– spätestens 05:30 das BS verlassen
– täglich bis zu diesem zeitpunkt die logz eintragen. (die schleifen im moment auch wieder.)

außerdem will ich versuchen, immer 15 minuten eher auf arbeit zu sein. anstatt 15 min zu spät.
soviel zu den guten vorsätzen.

wird wohl im endeffekt dazu führen, daß ich sie mittwoch schon über den haufen werfe. aber es gilt sie immerhin mal fest zu halten.

cockless.

ja, zugegebenermaßen etwas sexistisch, aber dennoch gut:
Itchy: Bah. Frauen, diese schwanzlosen Wesen.
Flo: Frauen haben kein Gehirn.
Itchy: Ja, sag ich doch. Die haben keinen Schwanz zum denken.

Ein ziemlicher Einbruch in der Kontinuität des Niveaus dieses Tagebuchs.
Naja außer den sexistischen Witzen die mich tagtäglich auf Arbeit umgeben ist sonst leider nichts passiert.

the stair.

die letzten beiden tage waren recht ereignislos.

was bedeutet, daß ich wieder viel zu viel zeit zum nachdenken habe.
gestern habe ich mich zum wasweißichwievielten male über die neue stufe vor unserer haustür gewundert.
was heißt neu. die ist dort seit über einem monat.

bin ich wirklich so schwerfällig, wenn es um das ablegen von gewohnheiten geht?
heute auch wieder: christian hat ein neues layout für die tagesabrechnung erfunden. es ist nur geringfügig anders, aber es führt die tagesabrechnung der einzelnen angestellten seperat auf. es ist zweckdienlicher, weil man die einzelnen Abrechnungen leichter auseinanderhalten kann. aber es ist etwas aufwändiger, weil man in einem speraten rechenschritt noch die gesamttagesrechnung zusammenfassen muß.
im endeffekt ist das neue layout gar nicht so schlecht – zumal es eine echte bagatelle ist, sich darüber gedanken zu machen. oder gar einen streit vom zaun zu brechen.
aber ich habe mich halt ewig hingesetzt und darüber gegrübelt, warum das alte layout denn doch besser ist. ich wollte es zwei stunden lang nicht wahrhaben, daß kopf des tageslogs ab jetzt anders aussieht.

so weltoffen, subversiv und querdenkerisch ich mich auch immer gebe, so schwer fällt es mir gewohnheiten und eingeschliffene abäufe zu ändern.
und jedesmal, wenn mir das bewusst wird fühle ich mich etwas älter.
seltsam.
oder bin ich inzwischen so alt wie ich mich fühle?