manchmal hört man von einer ominösen forschung die belegt haben soll, daß ein mensch einen natürlichen tagesrhythmus von fünfundzwnazig stunden hat.
man hat den probanden einfach ohne uhren in eine wohnung ohne fenster gesperrt und ihn dann drei monate dort leben lassen. in dieser zeit hat sich der freiwillige offensichtlich einen fünfundzwanzigstündigen tagesrhythmus angewöhnt.
mir geht es manchmal so, daß meine tage noch länger gehen.
ich könnte durchaus sechsundzwanzig oder siebenundzwanzig stündige tage haben.
wahrscheinlich liegt das an dem fehlen körperlicher beätigung die meinem alltag so archetypisch geworden ist.
ein problem habe ich mit diesen langen tagen nur insofern, als daß sich mein tagesrhythmus nicht schnell genug verschiebt um nach einem wochenende wieder pünklich auf arbeit zu sein.
aber hinundwieder ist mir nach einem solchen tageswechsel. es kommt dann einfach so.
angekündigt hat sich das bedürfnis danach schon letzte woche.
ich kam zwar rechtzeitig nach hause, habe dann aber jeden morgen nochmal den rechner angeschaltet und noch filme geschaut. ins bett bin ich dann erst um neun, was mir maximal sechs stunden schlaf bis zum erneuten arbeitsbeginn ermöglichten.
naja, “montag früh” – also als mein tag vorbei war – war dann laut weltkalender dienstag nachmittag um drei. da es mir nun aussichtslos erschien, diese verschiebung innerhalb eines tages auszugleichen, nahm ich mir vor, den restlichen dienstag schlafend zu überspringen und dann gleich am mittwoch etwas eher aufzustehen.
frohen mutes sitze ich nun also schon mittwoch früh wieder an meinem rechner und blogge vor mich hin.
ist schon komisch. ich fühle mich als hätte ich mich selbst um einen freien tag betrogen.