moKu.

ich habe heute die illustrative besucht. eigentlich wollte mein bruder die ausstellung sehen, während ich nur hinterher getroddelt bin. seiner aussage nach gab es moderne künstler zu sehen.
was ich dort entdeckte war im großen und ganzen ein ansammlung von klischees, die man als solches fast auch schon wieder als kunst deklarieren könnte. ein teufelskreis.
eine nur begrenzt renovierte villa in einem garten mitten in der innenstadt, nicht unansehnlich aber nicht neu. drinnen schöngestählte kunststudenten in winterlicher kleidung. sieben euro eintritt und der merchandise krabbeltisch ist gleich das erste was man nach der kartenabrupfer-vierhunderteuro-jobberin zu sehen bekommt. in den ausstellungsräumen dann leicht knirschendes holzparkett oder -dielen und überall päarchen oder kleingruppen in vielfältigsten geschlechterkombinationen die in wahlweise staunender, interessierter, gelangweilter, aufmerksamer oder nachdenklich-diskutierender pose vor den einzelnen exponaten standen. hier und da mal ein paar fernseher mit kurzfilmchen. und die obligatorische maschine durfte auch nicht fehlen.
ja, und die ausstellungsstücke? ich sags mal kurz: ich kann jetzt gut verstehen warum man banksy den vorwurf macht sich zu kommerzialisieren und welche auswirkungen das impliziert.

nicht weniges der ausstellung ist für mich nur reine darstellung von fingerfertigkeit gewesen. besonders collagen mit geringer schöpfungshöhe oder hohem abstraktionsgrad hatten es schwer meine begeisterung zu wecken.
aber es gab doch einige künstler die zumindest mein interesse weckten. ich entdeckte dabei eine tendenz zu asiatischen grundzügen.
da sich das sichtbare material doch sehr übersichtlich hielt, habe ich einfach ein paar namen zur erleichterung späterer wiederauffindbarkeit in mein handy getippt. sollte ich demnächst geplant in eine ausstellung gehen, werde ich mich besser vorbereiten.

hier meine notizen: takao aoyama, 110specialblack, ciou, dan mcpharlin, edwin ushiro, daniel stolle, jorge gonzales, tomer hanuka, sonja danowski, jörn kaspuhl, eric schockmel … fetzen von namen die ich bei gelegenheit oder in drei jahren mal googeln werde.

kalina.

obwohl der mann schon seit jahren als meme durch das netz geistern muss, habe ich ihn eben erst entdeckt. sein everyday-project. und seine schönen bilder.
und dazu die klimpernde improvisierte klaviermusik mit dem das video unterlegt ist.

mir geht der youtube kommentar von icanhasopinion nicht mehr aus dem kopf:

if i were a girl i would hold you stare into your eyes and tell you its going to be okay :) <3

denn obwohl er von sich schreibt eigentlich ein lustiger und lebensfroher mensch zu sein, brennt sich dieser gleichgültige blick doch in diesem kurzen film sehr ins gedächtnis.

natürlich gibt es noch ähnliche projekte, aber die finde ich irgendwie nicht so eingängig wie das von noah.

tastaturliebe.

ich habe sie gefunden. die perfekte tastatur.
sie klickt und sie ist schwarz – ohne beschriftung. was für ein traum.
zu bewundern ist das objekt meiner begierde unter www.daskeyboard.com.

es ist einfach nur perfekt. das keyboard der keyboards. ich bin verliebt.

blogfernsehen.

seit ein paar wochen gibt es ein neues feature bei blogger.com:
Blogger Play

was kann man sich darunter vorstellen? nun ja, es ist eine art diashow der neuesten bilder, welche bei blogge in blogs eingebunden wurden. absolut zufällig kann man so die gedanken schweifen lassen. sich von den bildern inspirieren lassen. kleine schnappschüsse von den aktuellen gedanken welt bekommen. kurz durch die augen der blogosphäre blicken.

es ist wie fernsehen. nur nicht so stumpf. denn man kann in den meisten bildern viel mehr sehen als nur einen berg oder ein schlafendes kind. mir ist, als blickte man in den spiegel und erkennt darin den ersteller des bildes als fühlendes wesen.

ein seltsames gefühl. im angesicht der über den erdball verteilten schönheit zweifle und schaudere ich nicht selten, wenn mir bewusst wird, wie vergänglich das soeben gesehene ist. denn festhalten kann ich das bild nicht. nicht jedes einzelne. nicht mal ansatzweise.

und so lasse ich los und ertrinke weiter in der flut dieser impressionen.

wetterdemokratie.

es hat runde ecken. es ist web 2.0. es ist basisdemokratisch. und ein “e” fehlt.

es ist sommr.
demokratisch abstimmen wie das wetter werden soll.




na dann werde ich doch mal den durchschnitt drücken gehen.

(gefunden bei: real life)