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Pähl (Adj.) |
Beschreibt die Hautfarbe an jenen Stellen, wo die schnell erzwungene Urlaubsbräune wieder abgeblättert ist. | |
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Pakein (Adj.) |
In der Lage, einen zweiwöchigen Urlaub praktisch unvorbereitet anzutreten. | |
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Panitzsch, das |
Die erste schwache, dunkle Vorahnung, daß irgend etwas irgendwo fürchterlich schiefgegangen ist. | |
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Panschwitz, der |
Die feinen Rückstände, die man am Morgen nach einer Party in den Weingläsern findet. | |
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Pasching, der |
Jemand, der seinen Würfelbecher stundenlang schüttelt, und zwar in der irrigen Annahme, dies werde a.) das Ergebnis des Wurfes günstig beeinflussen und b.) keinem der Mitspieler auf die Nerven gehen. | |
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Passade, die |
Die Flur-Etikette verlangt, daß nach einem erkennbaren → Marschalling die Passade folgen muß. Hierbei schmücken die beiden Beteiligten die gegenseitige Annäherung mit einer Mischung aus Winken, Grinsen, idiotischem Grimassieren, Überraschtsein und Kopfwackeln aus und behalten dabei das langsam gefrierende Lächeln des jeweils anderen im Auge, bis sie schließlich stumm und erleichtert aneinander vorbeigegangen sind. (s. a. → Fürth, → Marschacht, → Marscheid) | |
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Passau, die |
Eine zu spät ausgesprochene oder gerufene Warnung. | |
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Paternion, das |
Zeitmaß. Definiert als der geräuschlose Zeitraum zwischen dem Schließen von Fahrstuhltüren und dem Beginn der Fahrstuhlbewegung. Wissenschaftler vermuten, daß Paternione ein gutes Fünftel unserer Lebenszeit ausmachen. | |
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Pattern (V.) |
Trommel-Soli auf den Knien veranstalten. | |
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Peine, die |
Die mit einer knapp zehn Meter langen, aufgewickelten Hundeleine gefüllte Plastikdose, die manche Hundebesitzer verwenden, um ihre Lieblinge durch die Gegend zu zerren. | |
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Pellworm (Adj.) |
Warm und ein ganz klein bißchen klamm. Beschreibt die Beschaffenheit von Händen, die man gerade unter einem Heißluft-Handtrockner zutrocknen versucht hat. | |
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Pelzerhaken, der |
Ein halb gelutschtes Bonbon, das man beim Frühjahrsputz unter dem Sofa findet. | |
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Perlach, die |
Die letzte Träne vor dem Aufheitern. | |
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Pfatter, die |
Eine Schlange, die sich zu fein ist, jemanden zu beißen. | |
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Pflach (Adj.) |
Unangenehm still und bedrückt. Beschreibt die Geräuschkulisse in einem Raum, in dem gerade jemand einen wirklich schauderhaft schlechten Witz erzählt hat. | |
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Pflummern (V.) |
Im Bett liegen, darauf warten, daß der Wecker klingelt, und urplötzlich von der Erkenntnis getroffen werden, daß er das eigentlich schon vor mindestens einer Stunde hätte tun müssen. | |
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Pfronten (V .) |
(Begriff aus dem Reitsport:) Beim Galoppieren in Waldgebieten nicht aufpassen und mit dem Kopf gegen einen Ast prallen. | |
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Pfyn (V.) |
Den Mund leicht öffnen und eine Portion Luft scharf einatmen, so daß ein unterdrücktes Zischen zu hören ist. Man pfyt normalerweise, wenn man von schrecklichen, schmerzhaften Mißgeschicken hört, die man sich spontan lebhaft vorstellen kann (also z.B., wenn jemand von seiner Frontalkollision mit einem Laternenpfahl, abgerissenen Fingernägeln oder ähnlichem berichtet). | |
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Pichl, die |
Die Pfütze auf der Theke, in die der Barkeeper das Wechselgeld legt. | |
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Piesport, der |
Ein männlicher Gast, der sich in Ihrem Badezimmer damit vergnügt, die Spülung schon während des Wasserlassens zu betätigen und auszuprobieren, ob er vor ihr fertig wird. | |
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Pillgram, der |
Von einem → Chüttlitz verursachter Fleck auf der Hose eines Mannes. Nicht zu verwechseln mit einem → Platschow. | |
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Pillig (Adj.) |
Man bezeichnet einen Gegenstand als pillig, wenn man ihn a.) absolut nicht gebrauchen kann und b.) kauft, weil er so unwahrscheinlich günstig ist. | |
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Pinnegg, das |
Eine Korktafel, die von → Pinswangs mit → Pinnows, Karten mit der Aufschrift "Man muß nicht verrückt sein, um hier zu arbeiten, aber es hilft!!!" und schweinischen Ibiza-Ansichten verziert wird. | |
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Pinnow, der |
Einer jener ganz und gar unkomischen Zeitungsausschnitte, die von → Pinswangs an Bürowände oder → Pinneggs gehängt werden, weil die Schlagzeile einen Namen enthält, der mit dem eines der Büroangestellten identisch ist. | |
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Pinswang, der |
Jemand, der ständig → Pinnows aufhängt. | |
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Pisciadello, der |
(Fachbegriff aus dem Sanitärwesen:) Der in den Modefarben Bleu, Mauve, Lileu, Rosé und Eierschale-Erbrochen erhältliche, hufeisenförmige Flauschteppich, der sich um den Sockel gewisser Toiletten schmiegt. | |
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Plastau, das |
Die klebrige Substanz zwischen feuchten Zehen. | |
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Platschow, der |
Der auffällige Fleck im Schritt eines Mannes, der von der Toilette zurückkommt. Ein echter Platschow entsteht aufgrund eines Mißgeschicks beim Händewaschen und ist nicht mit irgendwelchen Flecken zu verwechseln, die durch nachlässiges oder ungeschicktes Abschütteln entstehen (s.a. → Pillgram) | |
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Plön (Adj.) |
Körperlich am Ende, aber trotzdem hochzufrieden, weil etwas wie geplant verlaufen ist; zum Beispiel nach sportlicher oder sexueller Betätigung oder nach stundenlanger Gartenarbeit, die man dem Garten ausnahmsweise ansieht. | |
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Plötzin, die |
Jene Art von Verpflichtung, die man völlig vergessen hatte, bis sie einem mit dem Hervorziehen eines alten Briefes aus dem Flurschrank wieder lautstark ins Bewußtsein donnert. | |
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Pocking, der |
Eine → Fiestel, die so widerwärtig und riesig ist, daß man sie unter einem Pflaster verbergen und behaupten muß, man habe sich beim Rasieren geschnitten, | |
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Pömbsen (V.) |
(Vorwiegend bei Frauen zu beobachten:) Sich wegen eines abgebrochenen Absatzes grotesk humpelnd fortbewegen. | |
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Pogum, der |
Ein ausgelassener Partytanz, in dessen Verlauf man alles umwirft, was sich in Höhe des eigenen Hinterns befindet und nicht festgenagelt ist. | |
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Polsingen, das |
Der langgezogene Seufzer, der aus einem mit Kunstleder bezogenen Sessel dringt, wenn man sich hineinsetzt. | |
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Poppenbüll, das |
Trocken schlucken oder die Kiefer knacken lassen, um sich von einem → Putschall zu befreien. | |
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Porst (Adj.) |
Beschreibt die Struktur der von kleinen Kratern übersäten Seite einer Knäckebrotscheibe.
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Potsdam, der |
Das Küchenregal auf dem sämtliche überflüssigen Karaffen und Krüge stehen. | |
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Prag, der |
Lautstarker, sehr bestimmter Vortrag über ein Thema, von dem keiner der Zuhörer so wenig versteht wie der Redner. | |
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Pratteln, das |
Geräusch, mit dem Kaffeebohnen zu Pulver zermahlen werden. | |
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Prebberede, die |
Eine Unterhaltung, die einem von Portiers oder Zimmermädchen aufgezwungen wird, die so der Fortsetzung ihrer eigentlichen Arbeit zu entgehen suchen. Der Eröffnungszug zielt in der Regel darauf ab, ein Höchstmaß an Verwirrung zu stiften und somit eine möglichst lange Prebberede einzuleiten. Um nicht in einen → Zingel zu geraten, ist es äußerst wichtig, sich nach der Prebberede-Eröffnung unverzüglich → schröck zu verhalten. Wenn man beispielsweise mit einer Eröffnung wie "Ach, Herr Reinicke, ich wußte ja gar nicht, daß sie ein Bein verloren haben" konfrontiert wird, lautete die zu einem Zingel führende Erwiderung: "Hab ich doch gar nicht". Die korrekte schröcke Antwort wäre hingegen "Gut". | |
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Priorau, das |
Zeitraum, den man mit dem fahrigen Auftippen einer Zigarette zubringt, bevor man sie endlich anzündet. | |
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Privelack, das |
Das nur auf den ersten Blick antik wirkende Plastiksiegel am Hals einer protzigen Whiskyflasche. | |
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Prösen (V.) |
Etwas zerbrechen, während man überprüft, ob man es richtig zusammengeklebt hat. | |
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Prötzel, der |
Eine Erektion, die sich partout nicht legen will, wenn ein Mann von Welt während des Schäkerns mit der Dame seiner Wahl kurz im Badezimmer verschwindet. (s. a. → Beucherling) | |
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Promastgel, das |
Ein Aphrodisiakum für kurz vor der Schlachtung stehende Eber. | |
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Prüm, das |
Die zähe Pampe, die aus einer Glaskaffeekanne kleckert, nachdem sie drei Stunden auf der Warmhalteplatte einer Kaffeemaschine gestanden hat. | |
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Püttlingen (V.) |
Als Angehöriger der Mittel- oder Oberschicht mit gekünsteltem Arbeiterklassen-Tonfall sprechen. | |
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Pulgar, der |
Der exakt richtige Augenblick, um Pellkartoffeln aus kochendem Wasser zu nehmen. | |
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Pulling, der |
Eines jener zierlichen Milchdöschen aus Wellplastik und Aluminiumfolie, die man in Zügen ausgehändigt bekommt, damit man sie sicher in sein Abteil zurücktragen und sich ihren Inhalt dort in aller Ruhe über die Klamotten spritzen kann, wenn man die verfluchten Dinger zu öffnen Versucht. | |
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Pulow, der |
Alles, was man anstelle eines Zahnstochers benutzt. | |
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Pupping, das |
Jenes Mädchen, das man früher in der Schule wegen seiner Plastikbrille, seiner Zahnspange und der entsetzlichen Blümchenkleider mitleidig belächelt oder weniger mitleidig geärgert hat und das sich jetzt, wenn man es nach zwanzig Jahren zufällig wiedertrifft, zur schönsten Frau entwickelt hat, die man je gesehen hat. Sich unverzüglich zu verlieben ist absolut sinnlos, da Puppings nicht nur toll aussehen, sondern grundsätzlich auch ein tolles Gedächtnis haben. | |
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Putschall, der |
Die vorübergehende Taubheit, die einen beim Steig- oder Landeanflug, eines Flugzeuges plötzlich (s.a. → Poppenbüll) | |
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Puttgarden, der |
Ein unfreiwilliger Pflanzenfeind, also jemand, der jeder ihm anvertrauten Pflanzen binnen weniger Tage mühelos den Garaus macht, indem er sie entweder vertocknen läßt, totwässert oder abbricht. | |
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Puzzatsch, die |
Das was man anstelle einer Pizza ins Haus geliefert kriegt, wenn man sich einen der langsameren Pizza-Dienste ausgesucht hat. | |