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Fadental (Adj.) |
Beschreibt das Verhalten einer betäubten Unterlippe, wenn man sich beim Zahnarzt den Mund auszuspülen versucht. Auch: Locker, schlabbrig, unbrauchbar. "In seinen Armen wurde sie vollkommen fadental." - Noel Coward. | |
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Falera, der |
Ein Mensch, der aus jeder Krise oder Enttäuschung wenigstens eine gute Anekdote macht. | |
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Faschina, die |
Ein weites, buntes Gewand, das einem irgendwer von einer Reise mitbringt, der dann auch noch allen Ernstes erwartet, daß man es anzieht. | |
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Faulenfürst, der |
Jemand, der seinen Kaffee aus Eierbechern trinkt, um den Abwasch noch eine weitere Woche hinauszuzögern. | |
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Faulenrost, der |
(Med.:) Ein Sekret, das sich in den Ohren und Gelenken von Postbeamten ablagert und sie schon nach kurzer Berufstätigkeit vollkommen taub und bewegungsunfähig macht. | |
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Fedderwardersiel, das |
Das ausgiebige spätvormittägliche Gelage eines Schlankheitskurers, der seinen Diät-Verpflichtungen bereits früh am Morgen mit einem Löffelchen Magerquark Genüge getan hat. | |
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Feffernitz, der |
Ein besonders beeindruckender Frisbee-Wurf, nach dem das gute Stück endgültig und unwiederbringlich verloren ist. | |
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Feuchtwangen (Adj.) |
Beschreibt den Gesichtszustand nach einem Cunnilingus. | |
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Fiestel, die |
Eine undefinierbare schmerzende Pustel, die sowohl ein Pickel als auch ein Mückenstich sein könnte. | |
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Filisur, die |
Jeder Haarschnitt, dessen Anfertigung länger als zwei Stunden dauert. | |
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Filsch, das |
Eine am falschen Ende angezündete Filterzigarette. | |
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Filsum, das |
Ein dunkles, gegen den Strich gebürstetes Stück Samt. | |
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Filzmoos, das |
Der Bodensatz in einer Damenhandtasche. | |
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Finken (V.) |
Nach links blinken und nach rechts abbiegen. | |
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Finsterhennen, die (Pl.) |
Alleinerziehende Mütter, die ihre Töchter aufgrund eigener schlechter Erfahrungen mit Männern nach 14.30 Uhr nicht mehr auf die Straße lassen und so erreichen, daß die Töchter am achtzehnten Geburtstag mit dem nächstbesten Schlosser abhauen, der sie dann zwei Jahre und zwei Kinder später sitzenläßt. | |
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Fläsch (Adj.) |
Infolge eines ernstzunehmenden Katers vorübergehend geistig behindert. | |
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Flatschach, die |
Eine Pfütze, die sich unter einer lockeren Gehwegplatte verbirgt. Von ihrer Existenz erfährt man erst, wenn man auf die Platte tritt und sich vier bis sechs Liter Wasser von unten in die Hosenbeine schießt. | |
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Flinten (V.) |
Etwas zu früh aufgeben. Wenn man z.B. aus der Dusche stürmt, um ans Telefon zu gehen, auf der Seife ausrutscht, sich im Handtuch verheddert und der Anrufer in genau dem Augenblick auflegt, in dem man den Hörer abnimmt, darf man getrost davon sprechen, daß er geflintet hat. | |
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Flögeln (V.) |
Beim Geschlechtsverkehr fernsehen. | |
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Florenz, das |
Das eigenartige Jucken, das an irgendwelchen abseitigen Stellen beginnt, sobald man sich irgendwo kratzt. | |
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Flossenbürg, der |
Per Handschlag geschlossener Vertrag. Ersetzt ab 1.1.93 den bisherigen hölzernen Titel "Kaufähnliche Verträge" in §445 BGB. | |
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Fluorn-Winzeln, das |
Die eingetrockneten Zahnpastareste zwischen den Borsten einer Zahnbürste. | |
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Fluterschen, der |
Bereich zwischen der Schwapphöhe einer Welle und der Krempelhöhe der eigenen Hose. (s.a. → Tanger)
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Foppa, der |
Jedes taktische Manöver, das von einem → Laugna ablenken soll, z.B. schrilles, überraschendes Kichern bei gleichzeitigem energischen Aus-dem-Fenster-Deuten. | |
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Frankfurt, die |
Die unter der Trennscheibe eines Postschalters eingebaute Mulde oder Schublade, durch die man u.a. Briefe schiebt oder Briefmarken zugeschoben kriegt. | |
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Frauensattling, der |
Zustand von Frauenkleidung, nachdem die Besitzerin sich die Nase gepudert, mit ihrer Strumpfhose auch den Rocksaum hochgezogen und damit ihr Hinterteil freigelegt hat und wieder aus dem Waschraum getreten ist, ohne all dies zu bemerken. | |
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Fraulautern, das |
Jenes unvermeidliche, peinliche Geräusch, das erklingt, wenn Frauen die von Männern konstruierten Toiletten in hellhörigen Wohnungen benutzen. | |
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Frenz,das |
Das hoffnungslos ausgefranste, feuchte Ende eines Baumwollfadens. "Eher kommt ein reicher Mann ins Himmelsreich, als ein Frenz durch ein Nadelöhr." - Evangelium nach Hausfrauenart.
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Friedlin, der |
Jemand, der beim kleinsten Anzeichen einer interessanten, weil kontroversen Diskussion beschwichtigend eingreift und unverzüglich ein Thema ansteuert, über das vollkommene Einigkeit herrscht. | |
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Friesack, der |
Eine gemusterte Reisetasche, die exklusiv für die Lufthansa hergestellt wird und während ihrer gesamten Existenz nie durch die Zollkontrolle kommt. Wenn man neben dem Koffertransportband eines Flughafens auf sein Gepäck wartet, wird man feststellen, daß auf dem jeweils nächstgelegenen Transportband eine einzelne, einsame Tasche ihre Runden dreht und von niemandem eingesammelt wird. Hierbei handelt es sich um einen Friesack, den jemand vom Verladepersonal auf das Band gestellt hat, um Fluggäste wie Sie davon abzulenken, daß Ihr Gepäck in wenigen Minuten auf dem Flughafen von Murmansk eintreffen wird. | |
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Frille, die |
Die unheimliche Stille in einem winterlichen, zugeschneiten Waldgebiet. | |
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Ftan, das |
Geräusch beim erleichterten Ausatmen, nachdem man einige Sekunden gebannt oder schockiert die Luft angehalten hat. | |
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Fuchs am Buckel, der |
Jeder synthetische Fellkragen, den man mit Hilfe eines Reißverschlusses oder von Knöpfen an einem Mantel oder einer Jacke befestigt. | |
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Fürth, der |
Der Augenblick, in dem zwei Menschen, die sich in einem langen Gang aufeinander zubewegen, einander erkennen und sofort so tun, als hätten sie einander nicht erkannt. Man tut dies, um den entsetzlichen Peinlichkeiten der → Passade oder gar eines verfrühten → Marschalling aus dem Weg zu gehen. (s.a. → Marschacht, → Marscheid.) | |
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Füssenich, die |
Jene oberste Treppenstufe, die verschwindet, wenn man die Treppe im Dunklen erklimmt. (s. a. → Leerstetten) | |
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Fützen (V.) |
Unter Wasser einen fahren lassen. | |
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Fulda (Adj.) |
Bemüht, aufgeweckt zu wirken, obwohl man eine schlaflose Nacht hinter sich hat. | |
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Funnix, der |
Jemand, der ständig gegen die ehernen Gesetze des gepflegten Witzes verstößt, indem er mit atemberaubender Sicherheit Pointen verschenkt. Funnixe siedeln bevorzugt in den Chefetagen von Comedy-Fernsehproduktionen. | |
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Furgg, die |
Der schmale, dafür um so verdrecktere PVC-Streifen zwischen Kühlschrank und Spüle einer Mietwohnung. | |
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Fuschl, der |
Korrekte Bezeichnung für das flauschige Bällchen, das Männer sich abends aus dem Bauchnabel pulen. | |
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Fußgönnheim, das |
(Salopp:) Pediküre-Salon. | |