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Däniken (V.) |
(Med.:) In allem, was man nicht versteht, ein Zeichen von höherer Intelligenz sehen. Besonders bei Feuilletonisten und Lehrern verbreitet. | |
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Daleiden (V.) |
In höchstem Maße unwillig sein, sich durch irgend etwas oder von irgendwem aus seinem Weltschmerz reißen zu lassen, insbesondere nicht durch Bemerkungen wie "Anderen geht es noch viel schlechter als dir" oder selbstgekochten Vanillepudding. | |
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Damelack, der |
Das, was über Nacht von der Frau abblättert, die am Vorabend in der Disco wirklich klasse aussah. | |
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Damp 2000, das |
Das wasserdurchlässige Material, aus dem Regenmäntel hergestellt werden. | |
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Dannenbüttel, der |
Eine jener dünnen, laut knisternden Plastiktüten, die man in Supermärkten bekommt und denen es - da man sie grundsätzlich am Boden festhalten muß, damit sie nicht reißen immer gelingt, etwas von ihrem Inhalt auf die Straße zu werfen. (s. a → Tütschengereuth) | |
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Dapfen (V.) |
Die Zehenspitzen des Partners nach einem Streit im Bett zaghaft mit den eigenen Zehenspitzen berühren. | |
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Darbein (Adj.) |
Infolge exzessiver Ernährung mit gesunden Dingen entsetzlich hager und ausgemergelt. | |
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Darup (Adv.) |
Unmittelbar auf etwas folgend, und zwar ziemlich brutal. Beispiel: "Er sagte heiter, er habe eine Bombe im Handgepäck, und wurde darup festgenommen." Frederick Forsyth, Der Schakal von Bullerbü. | |
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Daumitsch, der |
Der kleine Trick, mit dessen Hilfe sich Leute ins Gedächtnis rufen, wo rechts und wo links ist. | |
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Davos (Adj.) |
(Med.:) Stark suizidgefährdet, weil man ein wichtiges Ereignis verpaßt hat - zum Beispiel die Quark-Abspaltung, auf die man zwanzig Jahre lang eng in einem unterirdischen Teilchenbeschleuniger gewartet hat. | |
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Deckenpfronn, das |
Die kleine, weiße Plastikdose, in der man die aus der Zimmerdecke hängenden Lampenkabel versteckt, wenn man keine Lampen mag. | |
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Dessow, das |
Reizwäsche aus dem Ostblock. | |
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Deutzen (V.) |
Zögernd mit der Spitze des Zeigefingers gegen eine Glasscheibe klopfen; zu beobachten bei Personen, die sich vergeblich bemühen, entweder einen exotischen Fisch oder einen Postbeamten auf sich aufmerksam zu machen. | |
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Dibbersen (V.) |
Das, was man mit den Händen tut, um nach dem Waschen das Wasser abzuschütteln, wenn kein Handtuch in der Nähe ist. | |
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Dickfeitzen (V.) |
Sich kaltlächelnd selbst bedienen, wenn man weiß, daß man nicht geschnappt wird. Zu beobachten bei asozialen Charakteren in Supermärkten (ohne Kameras) oder Parlamenten (mit Kameras). | |
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Dieblich (Adj.) |
Beschreibt den herrlichen Geruch einer bedauerlicherweise restlos leergefutterten Keksdose. | |
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Diez, das |
Ein Gegenstand oder eine Bemerkung, der bzw. die nicht ausreicht, den Partner der Untreue zu bezichtigen, aber allemal für schlaflose Nächte gut ist. | |
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Dirlos, die (Pl.) |
Im Bayerischen Wald hergestellte Vibratoren. | |
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Dobbeln (V.) |
An Stellen, die man bereits gründlich durchwühlt hat, erneut nach einem verlorenen Gegenstand suchen. | |
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Döbeln(V.) |
Fachbegriff aus der Pornofilm-Produktion. Nach der vierten Wiederholung einer Orgasmus-Szene wird der Hauptdarsteller in Nahaufnahmen von einem anderen Darsteller ersetzt, sprich gedöbelt. | |
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Dönges, das |
Geräusch eines mitten in der Nacht zufallenden Blechmülleimerdeckels. | |
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Dörrmoschel, die |
In Sportlersocken klebende Hornhautschnipsel. | |
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Dösingen, das |
Oberbegriff für sämtliche gregorianischen, tibetischen und sonstigen schläfrigen Chöre. | |
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Dötra, die |
Mittelalterliches Zeremonien-Blechblasinstrument, mit dem die gelungene Ausführung eines → Schloßvippach von den Burgzinnen posaunt wurde. (s. a. → Rüstorf, → Övelgönne) | |
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Dollart, die |
Sammelbegriff für von Sponsoren finanzierte Kunstwerke. | |
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Dommelstadl, der |
Ungerechtfertigte, erkennbar primitive Kritik am neuen Freund der eigenen Ex-Freundin. | |
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Dottikon, das |
Ein Apostroph, der keiner ist. Besonders verbreitet sind Dottikons in Wortgebilden wie "Dieter's Kneipe", "Susi's Nähstübchen" und "Mittwoch's geschlossen". | |
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Dover, der |
Jemand bei dem man sich nur auf eines hundertprozentig verlassen kann, nämlich daß er sich dümmer anstellt als man selbst. | |
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Drebber, das |
Geräusch einer Stahlkugel, die in einer Mulde zur Ruhe kommt. | |
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Dresden, die |
Eine Schraube, die sich dreht und dreht und dreht, aber nicht aus dem Gewinde löst. | |
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Drössig, der |
Jemand, der sich irrsinnig schnell langweilt. | |
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Druffel, die |
Die verbeulteste Kartoffel in einem Kartoffelsack.
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Dürnast (Adj.) |
Besorgt, jemand könne inzwischen dahintergekommen sein, daß man in irgendeiner eher wichtigen Hinsicht geringfügig geprahlt hat. | |
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Düsedau, der |
Ein Mensch, der dauernd in irgendwelchen Geschäften verschwindet, während man neben ihm hergeht und ihm etwas erzählt. | |
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Düssel, der |
Jemand, der ein Spezial-Zubehörteil verwendet, um das Sofa zu saugen. | |
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Duttweiler, der |
Die Frisur, mit der sich eine junge Frau für einen besonderen Anlaß schmückt und die einen plötzlich ahnen läßt, wie das Mädel in zwanzig Jahren aussehen wird. | |