{"id":66,"date":"2004-12-03T06:36:57","date_gmt":"2004-12-03T05:36:57","guid":{"rendered":"\/?p=66"},"modified":"2004-12-03T06:36:57","modified_gmt":"2004-12-03T05:36:57","slug":"gaming","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sentinelx.de\/blog\/?p=66","title":{"rendered":"gaming."},"content":{"rendered":"<p>ja. nun isses soweit.<br \/>\nschon seit jahren tobt in Berlin &#8211; der weltstadt Berlin &#8211; ein kleinkrieg zwischen beh\u00f6rden und internetcaf\u00e9betreibern. es geht um internetcaf\u00e9s die auf den festplatten ihrer rechner spiele zur verf\u00fcgung stellen. durch die bereitstellung von spielsoftware kann man das bisher neutral f\u00fcr internetzugang genutzte ger\u00e4t zum spielen verwenden. klar.<br \/>\ndie kommunen sehen in diesem umstand eine enorme einnahmequelle. denn, auf ein \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliches spielger\u00e4t ist eine spielautomatensteuer zu erheben. ein nicht unerheblicher betrag. bisher wurde au\u00dferhalb berlins noch eine art zwischenregelung in einer grauzone gefahren: wird ein computer <em>\u00fcberwiegend<\/em> f\u00fcr internetzugang genutzt, so ist er als arbeitsger\u00e4t anzusehen &#8211; nicht als spielautomat. eine spielautomatensteuer wird in diesem fall nicht f\u00e4llig. wird der computer allerdings <em>\u00fcberwiegend<\/em> zum spielen verwendet, so ist er als spielger\u00e4t anzusehen und entsprechend zu besteuern. die wichtige punkt liegt bei \u00fcberwiegend.<\/p>\n<p>beim besuch des hiesigen gewerbeamtes haben wir einen hinweis bekommen, da\u00df diese bisherige regelung durch eine neue richtlinie versch\u00e4rft wurde. neuerdings soll also auch in th\u00fcringen die berliner regelung in kraft treten. sobald ein computer auch nur in die lage versetzt ist, ein spiel darauf zu spielen &#8211; indem zum beispiel eine spielsoftware darauf installiert ist &#8211; ist er als spielger\u00e4t anzusehen, und somit entsprechend zu besteuern.<\/p>\n<p>eine ruin\u00f6se aussicht.<\/p>\n<p>just in die f\u00fcr diesen abend angesetzte krisensitzung, welche normalerweise w\u00e4hrend des normalen kundenverkehrs im lockeren beisammensein bei zweidrei bier und vielzuvielen zigaretten an der theke realisiert werden, kam aus jux und langeweile mein paps reingeschneit.<br \/>\nso richtig wohl war mir dabei nicht. denn ich ich hatte christian von seinen ideen &#8211; ein eigenes etablissement in der art eines BlueScreen zu er\u00f6ffnen &#8211; vor l\u00e4ngerer zeit erz\u00e4hlt. in unserer ratlosigkeit und christians verst\u00e4ndlicher verzweiflung, hat er einfach meinen paps mit dem problem konfrontiert. wie nicht anders zu erwarten, war mein paps sofort in seinem element.<br \/>\nideenpr\u00e4sentation.<br \/>\ndas klingt von meiner seite etwas ironisch, aus der sicht vom rest der welt ist es aber wahrscheinlich nur hilfsbereit und mitf\u00fchlend. und sehr bodenst\u00e4ndig.<br \/>\nja, es ist mein paps. unsere beziehung hat in der vergangenheit einfach etwas zu h\u00e4ufig gelitten. dazu mein isoliertes aufwachsen. aber das ist jetzt nicht von belang.<\/p>\n<p>fakt ist, da\u00df er sowohl den abend gerettet hat, als wahrscheinlich auch das BlueScreen, wenn alles unter dach und fach ist.<\/p>\n<p>seine idee: die gr\u00fcndung des vereins &#8220;eSports Saalfeld e.V&#8221;. gut, der name ist noch nicht fest &#8211; den habe ich mir gerade eben erst ausgedacht &#8211; aber er umschreibt sehr pr\u00e4zise worauf die zuk\u00fcnftige organisation hinauslaufen wird.<br \/>\nder verein wird seinen sitz in den r\u00e4umen des <em>internetcaf\u00e9s<\/em> BlueScreen haben, und wird dort stundenweise rechner f\u00fcr seine eingetragenen mitglieder vom BlueScreen mieten. w\u00e4hrend das BlueScreen dem verein exclusiv erlaubt datentr\u00e4ger in die zur verf\u00fcgung gestellten rechner einzusetzen. damit sind alle kriterien erf\u00fcllt, die ein fortbestehen der m\u00f6glichkeit sichert in saalfeld multiplayerspiele zu vern\u00fcnftigen preisen zu spielen:<br \/>\n&#8211;> das unternehmen &#8220;BlueScreen&#8221; stellt keine <em>spielautomaten<\/em> zur verf\u00fcgung<br \/>\n&#8211;> der verein stellt sicher, da\u00df nur w\u00e4hrend der rechnernutzung durch den verein spiele zur verf\u00fcgung stehen.<br \/>\n&#8211;> der neu gegr\u00fcndete verein ist ein verein weil, er keinen gewinn erwirtschaftet. er deckt lediglich seine unkosten die durch vertragliche pflichten mit dem BlueScreen entstehen.<br \/>\n&#8211;> paralelle nutzung des internetzugangs des BlueScreens durch nicht-vereinsmitglieder macht das unternehmen eigenst\u00e4ndig<\/p>\n<p>im gro\u00dfen und ganzen klingt das konzept ziemlich einfach und umsetzbar. stolpersteine die es zu umgehen gilt, sind eine sorgf\u00e4ltig umfassend ausformulierte vereinssatzung und eine hinreichend sauber gef\u00fchrte buchhaltung, die den verein vom BlueScreen trennt.<\/p>\n<p><strong>danke papa. <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ja. nun isses soweit. schon seit jahren tobt in Berlin &#8211; 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