supersized me.

ich glaube ich werde fast food süchtig.
anfangs – oder: früher, als ich noch ein junger mann war – bin ich einmal in zwei monaten zum McD gegangen.
jetzt mindestens einmal wöchentlich.
nicht, daß ich das unstillbare verlangen danach hätte. ich bin einfach zu faul mir was zu kochen.
und immer nur brot essen macht auch keinen spaß. dönertier als alternative ist mit der zeit auch langweilig geworden.

tja, nun hänge ich an der nadel der “golden arches”, wie man im feindesland so schön sagt.
morgen ist wahl. ich hoffe, daß sarin gewinnt. dieses land gehört getilgt. so wie atlantis oder so. aber das ist ein andere thema.

McD zur abendbrotzeit ist ein grauenhaftes bild. ganze familien sitzen fettleibig ihre ärsche breit und füttern ihrem nachwuchs dieses scheißzeug. die kinder freuen sich wie die schneekönige über die kleinen miniradios die auf einem chip die neueste hitparade eingespeichert haben. seltsamerweise ohne digitaluhr. die braucht man doch – so wissen wir seit dem anhalter durch die galaxis – unbedingt zum gücklichsein. da steckt sicherlich eine ausgefeilte marketing strategie dahinter.

schöne neue welt.
bäh.

oxygen.

es geht mir nicht aus dem kopf.
als meine mom mich vorgestern auf arbeit besuchte, und wir ewig dasaßen und quatschten, hatte sie auch irgendwann die idee, daß meine mangelhafte konzentrationsfähigkeit und kopfrechenschwäche vielleicht an sauerstoffmangel liegen könnte.

gut, wirklich viel frische luft bekomme ich nicht. aber kann das solche auswirkungen haben?
klar. möglich daß sie recht hat.
ich werde in zukunft mehr darauf achten. besser lüften, mehr raucherpausen (ohne rauchen versteht sich), mehr spaziergänge.

funny games.

seit meine grafikkarte kaputtgegangen ist, fehlt mir jegliche lust zum spielen.
zwei monate ist das jetzt her.

kann auch sein, daß das mit dem klassentreffen zusammenhängt, wo ich jule getroffen habe.

ich fühle mich komisch.
mir fehlt mein spieltrieb.

auch filme werden immer unwichtiger für mich. die stapeln sich hier auf einer vollen platte.
ins kino gehe ich auch immer seltener.

was mache ich den ganzen tag?
blogdesign. ohne die geringste kenntnis von html, css und php. Hello, Mr. Don Quichotte!

ein plan muß her!
ich nehme mir also vor:

– grafikkarte raparieren lassen
– spindel CD rohlinge kaufen
– selfHTML durcharbeiten

mal schauen, wann ich das geschafft habe.

generations.

so. nun ist der knoten geplatzt.
naja, nicht richtig geplatzt. eher kontrolliert gelöst worden.

es ist also offiziell: ich werde onkel.
scheiße.
aber was will ich machen? letztendlich bleibt nur die eigene meinung und der anstand hilfe anzubieten.
es geht immerhin um meinen bruder.

trotzdem. dies ist keine zeit in der man kinder in die welt setzt.
der generationenvertag ist am bröckeln, erste konflikte um trinkwasser entbrennen, in 30 jahren ist das erdöl alle – die konflikte dazu sind im vollen gange, automation und arbeitslosigkeit steigt.
dies ist keine zeit für nachwuchs.
aber was will ich machen.
es bleibt letztlich meine meinung und der anstand hilfe anzubieten. aber das sagte ich schon.

was mich an der ganzen sache aber richtig zum kochen bringt, ist daß man ab jetzt nach der arbeit früh um sechs nach hause kommt und überall stinkt es nach schwangerschaft.
die krönung ist das pädagogikhandbuch für indigokinder.
als gäbe es jetzt plötzlich nach zwanzig jahrgängen stunzdummer bälger, plötzlich wie von geisterhand einen globalen evolutionssprung, der nur noch hochintelligente empathische kinder hervorbringt.
und plötzlich gilt das ganze auch noch als tatsache. nur weil ein paar eltern ihre kinder für klug halten und den kegeln zucker in den arsch blasen.
au mann. ich hab jetzt schon die schnauze voll.

ich will nur noch meine schreibmaschine und einen elektrischen rasierapparat.
gez. Walter Faber