the stair.

die letzten beiden tage waren recht ereignislos.

was bedeutet, daß ich wieder viel zu viel zeit zum nachdenken habe.
gestern habe ich mich zum wasweißichwievielten male über die neue stufe vor unserer haustür gewundert.
was heißt neu. die ist dort seit über einem monat.

bin ich wirklich so schwerfällig, wenn es um das ablegen von gewohnheiten geht?
heute auch wieder: christian hat ein neues layout für die tagesabrechnung erfunden. es ist nur geringfügig anders, aber es führt die tagesabrechnung der einzelnen angestellten seperat auf. es ist zweckdienlicher, weil man die einzelnen Abrechnungen leichter auseinanderhalten kann. aber es ist etwas aufwändiger, weil man in einem speraten rechenschritt noch die gesamttagesrechnung zusammenfassen muß.
im endeffekt ist das neue layout gar nicht so schlecht – zumal es eine echte bagatelle ist, sich darüber gedanken zu machen. oder gar einen streit vom zaun zu brechen.
aber ich habe mich halt ewig hingesetzt und darüber gegrübelt, warum das alte layout denn doch besser ist. ich wollte es zwei stunden lang nicht wahrhaben, daß kopf des tageslogs ab jetzt anders aussieht.

so weltoffen, subversiv und querdenkerisch ich mich auch immer gebe, so schwer fällt es mir gewohnheiten und eingeschliffene abäufe zu ändern.
und jedesmal, wenn mir das bewusst wird fühle ich mich etwas älter.
seltsam.
oder bin ich inzwischen so alt wie ich mich fühle?

leather.

oh mann. ich könnte meine paps knutschen.
naja, nicht immer. manchmal kann er mieses arschloch sein.
aber um das gleich mal ins rechte licht zu rücken: eigentlich ist er ein vater, der immer das wohl seine abkömmlinge im sinn hat. auch wenn es ihm etwas an geduld und fürsorge mangelt.

warum könnte ich ihn knutschen? weil er mir diesen wunderbaren schwarzen ledermantel geschenkt hat.
jedes mal wenn ich ihn trage fühle ich mich in dem ding derart wohl, daß ich denke “danke paps!”
der rest der welt – was auch immer da kommen mag – prallt daran ab. wie eine rüstung.

gerade eben kam ich von der jagd zurück.
es ist inzwischen angenehm frisch draußen. schneematsch fällt vom himmel.
doch der mantel hält angenehm warm.

danke paps.

music.

boa. ich freu mich.
der esel läuft, die musik läuft.
der IRC-bot ist nach dem netsplit leider nicht wieder aufgetaucht. aber das wird schon wieder.

mir gehts heute wieder richtig gut.
endlich habe ich mich auch mal darangesetzt die BS-abrechnung zu machen, die ich seit wochen vor mir herschiebe.

ein guter tag.

Das Objekt des Tages: der eSel.

whitehaired joe.

ich habe schon wieder ein weißes haar in meiner frisur gefunden. alle paar monate ist das mal der fall.
ich werde alt.

ich fühle mich nicht gut.
vorhin war mir sogar zu kalt um mit dem rad zum McD fahren. sehr selten, daß mir zu kalt ist.

hab auch keinen bock noch mehr zu schreiben.
höchstens ein bisschen musik hören und lesen.

traurigkeit.
lethargie.

winter.

habe ich es schon gesagt?
ich liebe winter.
es ist dunkel, wenn man aufsteht.
es ist dunkel, wenn man ins bett geht.
eisige kälte – nun gut, das kommt noch.
einzig die zunehmend schlechte luft ist etwas unangenehm.

mir gehts gut. auch wenn nicht viel erwähnenswertes geschieht.

denke ich zumindest. jule entfernt sich immer mehr.
naja, sie hat mir seit der letzten ähnlich lautenden eintragung erst wieder eine mail geschrieben. ich komme leider nicht immer sofort dazu eine antwort auf ihre mails zu schreiben.
irgendwie bringe ich es nicht fertig sie darauf in einer mail anzusprechen.
vielleicht sollte ich einmal eine unabhängige mail schreiben. quasi keine antwort auf etwas von ihr gesagtes. denn ich habe das gefühl, daß sie ganz bewusst die themen die etwas persönlicher sind ausklammert und nur das unperpönlichste, allgemeinste oder “gefühls-neutralste” beantwortet.

jule bitte verzeih mir, daß ich hier in dritter person von dir schreibe.